"Wenn wir die Reisefreiheit erlauben, haben wir eine zweite Infektionswelle" meint Infektiologe Herwig Kollaritsch im ORF-Interview. "Alles auf einmal zu öffnen, ist der falsche Weg."
Bezüglich der Schulöffnung betonte der Mediziner, dass es weiterhin wichtig sei, Distanz zu halten, Hände zu waschen und Gruppenbildungen zu vermeiden. Dass diese Maßnahmen in vielen Schulen schwierig umzusetzen sind, ist ihm bewusst: "Es wird nicht alles lückenlos zu erfüllen sein."
Inwieweit Kinder eine Infektionsquelle darstellen, könne man nicht sagen. Dafür gebe es zu wenige Untersuchungen und widersprüchliche Ergebnisse. "Kinder können asymptomatisch infiziert sein, es ist natürlich ein riskantes Unterfangen auf den Normalbetrieb umzustellen", so Kollaritsch.
Maskenpflicht bis zum Impfstoff?
Angesprochen auf eine regionale Strategie bezüglich der Maßnahmen meinte der Infektiologe, dass es schwierig sei einzelne Regeln auf Bezirksebene umzusetzen. "Es ist besser, wenn wir die eine oder andere Woche noch vorsichtig sind."
Die Maskenpflicht wird wohl weiter bestehen bleiben, so lange es keinen Impfstoff gibt. "Ich fürchte uns wird nichts anderes übrig bleiben", meinte der Mediziner.