Fussball

0:2! Zehn Austrianer verlieren ersten Platz an Altach

Die Talfahrt der Wiener Austria in der Qualifikationsgruppe geht weiter. Gegen Altach setzte es eine 0:2-Heimniederlage.
09.06.2020, 19:18

Die Veilchen mussten bereits in der ersten Minute einem Rückstand nachlaufen, Daniel Nussbaumer hatte für die Altacher getroffen. Nach Gelb-Rot gegen Max Sax (31.) fixierte Erik Palmer-Brown in der 52. Minute mit einem Eigentor den Sieg der Vorarlberger. Nach dem schwarzen Abend samt erster Niederlage nach elf ungeschlagenen Spielen sind die "Violetten" die Tabellenführung der Qualifikationsgruppe los. 

Violette Rotation

Coach Christian Ilzer war trotz der Kritik nach dem 1:1-Remis in St. Pölten bei seiner Rotations-Taktik geblieben, brachte mit Erik Palmer-Brown, Christoph Martschinko, Vesel Demaku, Alexander Grünwald, Max Sax, Christoph Monschein und Florian Klein wieder sieben Neue in die Startformation. 

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Doch das zahlte sich nicht aus. Ganz im Gegenteil. Bereits Sekunden nach dem Anpfiff konnte Palmer-Brown nicht klären, der Ball kam zu Nussbaumer, der eiskalt ins lange Eck abschloss - 1:0 für die Gäste aus dem "Ländle". Und das nach gerade einmal 22 Sekunden. Es war das schnellste Bundesliga-Tor seit 2015. 

Rot gegen Sax

Die "Veilchen" waren in der Folge völlig von der Rolle. Nussbaumer verpasste in der sechsten Minute den Doppelpack, scheiterte am starken Austria-Schlussmann Patrick Pentz. Johannes Tartarotti (8.) fehlten nur Zentimeter. 

Erst in der 29. Minute folgte die Antwort der völlig überforderten Wiener. Alexander Grünwald übernahm einen zu langen Corner volley, hämmerte den Ball nur an die Stange. Zwei Minuten später war der violette Sturmlauf wieder beendet. Da flog Max Sax nach einer Ohrfeige gegen Emanuel Schreiner mit Gelb-Rot vom Platz (31.). 

Palmer-Brown-Eigentor

In Überzahl hatten die Altacher leichtes Spiel, denn von den "Veilchen" ging keine Gefahr mehr aus. Stattdessen verpasste Tartarotti in der 38. Minute völlig unbedrängt den zweiten Treffer. Den erzielte Pechvogel Palmer-Brown in der 52. Minute. Der Klärungsversuch des US-Amerikaners landete im eigenen Tor - 2:0 für die Altacher. 

Platz eins verloren

Damit war der Vorarlberger Sieg am Verteilerkreis fixiert. Denn die "Veilchen" konnten in Unterzahl einmal mehr nicht zusetzen, wieder schwanden in der Schlussphase die Kräfte. So konnte die Pastoor-Elf ruhig die Zeit herunterspielen, selbst Kräfte schonen. 

Mit dem Erfolg im direkten Duell holten sich die Vorarlberger die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe. Die Austria verpasste es, sich abzusetzen, ist nun einen Zähler hinter Altach in der Jäger-Rolle.