1-2-3-Ticket sorgt in Linz für Polit-Zoff

Bus, Bim und Bahn – das 1-2-3-Ticket für ganz Östereich sorgt schon jetzt in Linz für Diskussionen.
Bus, Bim und Bahn – das 1-2-3-Ticket für ganz Östereich sorgt schon jetzt in Linz für Diskussionen.LINZ AG
Mit einem Ticket überall die Öffis nutzen, das soll mit dem 1-2-3-Ticket ab 2021 möglich sein. In Linz gibt’s deswegen aber jetzt Polit-Zoff.

Es ist eines der wichtigsten Projekte der türkis-grünen Bundesregierung in Wien. Mit dem 1-2-3-Ticket soll man künftig mit allen Öffis in ganz Österreich fahren können. Es soll etappenweise ab 2021 eingeführt werden.

1.095 Euro kostet es, wenn man das gesamte Öffi-Netz in Österreich nutzen will. Um 730 Euro kann man in zwei Bundesländern fahren und um 365 Euro in einem.

Nicht ganz überraschend kommt jetzt Kritik aus Linz und zwar ausgerechnet von jenen Parteien, die im fernen Wien in der Opposition sind. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und seine Vize von der FPÖ, Markus Hein, traten am Dienstag an, um ihre Bedenken kundzutun.

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20 Millionen Euro Einbußen

Man begrüße zwar grundsätzlich die Initiative, aber sie habe für den öffentlichen Verkehr in Linz negative Auswirkungen.  Es bestehe die Gefahr, dass der regionale Ausbau der Öffis Schaden nehmen würde. Zudem würden der Linz AG rund 20 Millionen Euro an Einnahmen entgehen.

Kritik an der Kritik

Die Kritik an der Kritik kam postwendend von den Vertretern der Bundesregierungsparteien in Linz. Eva Schobesberger, Grünen-Stadträtin in Linz, meinte: "Ich erwarte mir von Bürgermeister Luger und dem für Verkehr zuständigen Vizebürgermeister Hein, dass sie sich im Sinne der Linzer und Linzerinnen konstruktiv in die gerade erst beginnenden Verhandlungen einbringen, anstatt gleich einmal laut 'Nein' zu schreien."

Und auch die ÖVP Linz ließ keine gutes Haar am Vorstoß von Rot und Blau. "Ich bin dafür, dass wir in Linz das neue Öffi-Ticket genau beobachten – und schauen, welchen Nutzen man daraus ziehen kann. Alle Initiativen im öffentlichen Verkehr müssen für eine Stadt mit derart großen Stauproblemen willkommen sein", mahnt Vize-Bürgermeister Bernhard Baier.

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