1.200 protestierten gegen Sparstift der Regierung

Um die Belegschaft über die Auswirkungen der jüngsten Gesetzesbeschlüsse und Zentralisierungspläne zu informieren, rief die NÖGKK zur Betriebsversammlung auf.
Lautstarker Protest gestern am Gewerkschaftsplatz in St. Pölten: „Unseren Schätzungen waren es 1.200 Mitarbeiter", so NÖGKK-Zentralbetriebsratsvorsitzender Michael Fiala zu „Heute".

Und um das geht's: Mit der neuen gesetzlichen Grundlage der Bundesregierung (Stichwort „Kostenbremse für Krankenkassen") seien Beschlüsse in Liegenschafts- und Bauangelegenheiten bis Ende 2019 nicht mehr zulässig. Betroffen bei der NÖ Gebietskrankenkasse sind konkret der Neubau der Service-Center in Horn, Pöchlarn, Waidhofen/Ybbs sowie die Sanierung in Neunkirchen und auch der Verkauf der Dienststelle Gmünd (hier wurde eine neue Service-Stelle 2017 eröffnet).

„Wichtiges Personal kann nicht nachbesetzt werden, dabei liegen die Verwaltungskosten der NÖGKK bei 2 %; 98 % der Leistungen gehen direkt an die Patienten", kritisiert AKNÖ-Präsident Markus Wieser. Und weiter: "Bei einer privaten Versicherung betragen die Verwaltungskosten das Zehnfache! Die Sozialministerin zeigt mit dieser 'Kostenbremse', dass ihr die betroffenen Patienten nicht das geringste wert sind. Und wir werden diese herzlosen Pläne mit allen Mitteln bekämpfen, um den Schaden für die Menschen abzuwenden."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Für die Chefs der NÖGKK, Direktor Jan Pazourek und Obmann Gerhard Hutter, seien die Maßnahmen nichts anderes als Sparen auf dem Rücken der Versicherten.

Streik-Drohung wollte keiner noch in den Mund nehmen, am Donnerstag waren aber die NÖGKK-Einrichtungen wegen der öffentlichen Betriebsversammlung geschlossen. (wes)

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