1.250 Florianis in NÖ im Unwetter-Einsatz

In Trumau wurde das Dach eines Wohnhauses abgedeckt.
In Trumau wurde das Dach eines Wohnhauses abgedeckt.Bild: Thomas Lenger
119 Feuerwehren mit etwa 1.250 Kameraden sind am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag in NÖ im Unwetter-Einsatz gestanden.

Eine Gewitterfront mit heftigen Sturmböen war vom Süden über das Land gezogen, so Alexander Nittner vom Feuerwehr-Landeskommando NÖ.

Es mussten vor allem Sturmschäden beseitigt werden. Bäume waren in Stromleitungen und auf Straßen gestürzt, auch auf die Ostautobahn (A4). Keller mussten ebenfalls ausgepumpt werden.

Die Richtungsfahrbahn Ungarn der A4 war bei Fischamend (Bruck an der Leitha) von Donnerstag um 22.45 Uhr bis Freitag um 2.30 Uhr und somit fast vier Stunden lang gesperrt, erklärte Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla. Geknickte Bäume seien in die Fahrbahn hineingeragt, zudem immer wieder Äste auf selbige gestürzt. Autofahrer mussten im Stau ausharren. Bei den Aufräumarbeiten wurden auch Schneepflüge aufgeboten.

Bäume entwurzelt, Stromausfälle

Allein im Bezirk Baden standen 29 Feuerwehren mit etwa 200 Helfern im Einsatz. Eine erste massive Gewitterfront war schon am Nachmittag eingetroffen. Heftige Niederschläge waren von Sturmböen um die 100 km/h begleitet. Straßen und Keller wurden überflutet, Bäume entwurzelt. In manchen Gemeinden kam es dadurch sogar zu größeren Stromausfällen.

Kaum waren die meisten Einsätze abgearbeitet, traf gegen 22 Uhr eine weitere, fast noch heftigere Gewitterzelle den Bezirk. Die Sturmböen waren derart stark, dass etwa in Trumau und Weigelsdorf sogar Dächer weggerissen wurden. Neuerlich wurden Straßen überflutet, Wasser drang in Häuser ein. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Freitag in der Früh.

In Wiener Neustadt lösten sich Teile des Flachdaches bei einer Tankstelle. Die Feuerwehr meldete insgesamt 30 Unwettereinsätze. Dutzende weitere habe es zudem im Bezirk Wiener Neustadt gegeben. Bis zu 27 Feuerwehren rückten aus. Größtenteils handelte es sich um Einsätze, bei denen Bäume von Straßen entfern werden mussten. (wes)

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