1,5-Tonnen-Baumstamm spießt Haus auf

Szenen wie aus einem Action-Film, die zum Glück glimpflich verliefen: Ein Mann entastet einen Baumstamm und 1,5 Tonnen Holz machen sich selbstständig, rasen einen Hang hinunter und rammen ein Haus. Der Stamm durchschlägt die Eingangstüre und den Vorraum, bis er schließlich in einer Zwischenwand im Kinderzimmer stecken bleibt. Die vierköpfige Familie war beim Unfall zuhause!

Am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr arbeitet der Nachbar der Unglücksfamilie in Wörgl im Bezirk Kufstein an dem 20 Meter langen Baumstamm oberhalb des Nachbarhauses. Da kommt ihm das Holz aus, rast einen steilen Hang hinunter, beschleunigt auf den 150 Höhenmetern Unterschied immer mehr und wird zum Geschoss. Durch die hohe Geschwindigkeit heben die 1.5 Tonnen ab und wechseln die Richtung - genau auf das Haus einer vierköpfigen Familie zu.

Stamm bohrt sich in Kinderzimmerwand

Der Stamm erreicht das Haus auf Höhe der Eingangstüre, bohrt sich durch Glas und Holz und rammt sich quer in das Gebäude. Erst hinter der Kinderzimmertüre bleibt das Holz in einer Zwischenwand stecken, erklärte Andreas Acherer, Kommandant der Feuerwehr Bruckhäusl.

Bub saß zufällig nicht an üblichem Platz, sonst wäre er tot

Peter und Iris Unterberger machten sich mit ihren Kindern Paul und Lea gerade fertig, um Skifahren zu gehen. Der Vater erzählte der "Tiroler Tageszeitung" nachher entsetzt, dass der Stamm genau dort durch die Wand kam, wo sich der dreijährige Paul normalerweise immer die Schuhe anzieht. Gerade an diesem Tag machte der Schutzengel des Bubens Überstunden: Er saß auf dem Kästchen gegenüber.

Mehr als drei Stunden brauchte die Feuerwehr, um den tonnenschweren Stamm aus dem Haus zu bekommen. Nur mit Hilfe eines Krans gelang das Kunststück.

Die Familie blieb unverletzt. Skifahren wollten sie aber am Donnerstag nicht mehr.

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