1 von 10 Eltern in NÖ kann sich Nachhilfe nicht leisten

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570 Euro werden im Schnitt pro Jahr pro Schulkind für Nachhilfe ausgegeben. Eine enorme finanzielle Belastung für Eltern, warnt die Arbeiterkammer.
Rund 33.500 Schüler in NÖ bekommen bezahlte Nachhilfe. Das sind um 5.500 mehr als im Vorjahr. Das Problem: Die hohen Kosten. 570 Euro werden pro Kind im Schnitt jährlich dafür ausgegeben, wie jetzt ein Nachhilfe-Monitoring im Auftrag der Arbeiterkammer Niederösterreich zeigt.

Und das kann sich nicht jeder leisten: Jedes zehnte befragte Elternteil gab an, es würde gerne Lern-Unterstützung in Anspruch nehmen, es sei aber zu teuer. Dies führe unweigerlich zu Stresssituationen, auch weil die Aufgaben Eltern zeitlich, aber auch fachlich teils überfordern.

Mehr finanzielle Mittel

"Wir brauchen an den Schulen mehr ganztägige Betreuungsangebote und eine Schulfinanzierung nach einem Chancen-Index. Also mehr Geld für Schulen mit Kindern, die nicht von den Eltern beim Lernen unterstützt werden können", schlägt AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser nun vor.

So sollen Bildungsinstitutionen mit einem höheren Anteil an Kindern aus sozial schwächeren Verhältnissen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um zusätzliche Lehrkräfte oder pädagogische Förderangebote bezahlen zu können, so der Vorschlag.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Der schulische Erfolg dürfe nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein, so Wieser.

AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser
AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser
(nit)

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