10.000 Salzburger 11 Stunden ohne Heizung

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Bei Rekord-Kälte mussten am Samstag - in der bisher kältesten Nacht des Jahres - über 10.000 Salzburger ohne Heizung ausharren - es gab erhebliche Störungen bei der Fernwärme-Versorgung. Am Nachmittag gab es Entwarnung.
mussten am Samstag - in der bisher kältesten Nacht des Jahres - über 10.000 Salzburger ohne Heizung ausharren - es gab erhebliche Störungen bei der Fernwärme-Versorgung. Am Nachmittag gab es Entwarnung.

Nach rund elf Stunden konnte in Salzburg die Fernwärmeversorgung wieder vollständig aufgenommen werden. Der Ausfall war durch einen materialbedingten Schaden am Lager des Hauptgebläses beim Schwerölkessel verursacht worden. In der Folge hatte sich auch die Gasturbine im HKW Mitte abgeschaltet.

Diese rasch wieder zu starten, war wegen der tiefen Temperaturen nicht möglich. Es hatte Vereisungen gegeben, teilte das Unternehmen mit. Gegen Mittag konnten diese Vereisungen beseitigt und die Turbine wieder gestartet werden. Gleichzeitig arbeiten die Techniker des Unternehmens intensiv daran, den Defekt beim Schwerölkessel zu beheben.

Betroffen waren zwei Drittel der 30.000 Fernwärme-Kunden, wie Martin Jäger von der Salzburg AG bestätigt hatte. "Bei einem Drittel kommt die Wärme nicht an." Glück hatten jene Kunden, die im Stadtzentrum, in der Altstadt und im Andräviertel liegen. Dort funktionierte die Versorgung problemlos.

Weniger gut ging es Fernwärmekunden in den Randbezirken. Insbesondere in Wohnungen im südlichen Bereich der Alpenstraße, im Nonntal, in Parsch und Aigen gab es keinen Nachschub an Heißwasser über das Fernwärmenetz, die Heizkörper kühlten aus.

Die Betroffenen behalfen sich bei frostigen Außentemperaturen von minus 10 Grad mit warmer Kleidung und Zusatzheizgeräten. "Je weiter entfernt der Anschluss vom Heizkraftwerk liegt, desto stärker ist die Versorgung eingeschränkt", sagte Jager. Die Salzburg AG bat ihre Kunden, sparsam mit Warmwasser und Wärme umzugehen.

UKH betroffen

Auch im Unfallkrankenhaus Salzburg gab es keine Wärmeversorgung, bestätigte der Verwaltungsdirektor des Spitals, Herbert Koutny. Im Krankenhaus nütze man die noch vorhandene Restwärme in den Leitungen, die noch bei etwa 45 Grad Celsius liege. Man habe alles abgedichtet und spare beim Wasserverbrauch.

Um 6 Uhr Früh hatte es am Salzburger Flughafen nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) 17,6 Grad unter Null.
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