Nach drei Saisonniederlagen gegen den Aufsteiger haben die Wiener den Bann gebrochen, feierte die Austria erstmals in der Ära von Christian Ilzer zwei Liga-Siege in Folge. Auch wenn spielerisch neuerlich viel Luft nach oben war. Trotzdem setzten sich die "Veilchen" an die Spitze des unteren Play-offs - einen Punkt vor Altach. Die Vorarlberger hatten beim 1:1 gegen die Admira gepatzt. Wattens liegt als Vierter einen Punkt vor dem Abstieg.
Die nur an einer Position veränderte Austria (Patrick Wimmer für Thomas Ebner) gab vom Anpfiff an das Tempo vor. Und jubelte bereits in der dritten Minute über die Führung. Stefan Maierhofer hatte den Ball an Manprit Sarkaria verloren, die Maßflanke von Florian Klein übernahm Alexander Grünwald volley, traf sehenswert zum 1:0. Stefan Hager klärte in der 29. Minute einen Abschluss von Dominik Fitz auf der Linie.
Doch wie in den Runden zuvor hatten die „Veilchen“ mit der Führung im Rücken nachgelassen, kamen die Wattener auf. Kelvin Yeboah, in der ersten Minute zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen, knallte in der 35. Minute einen Kopfball nur an die Latte. Der darauffolgende Maierhofer-Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung nicht.
Nach dem Seitenwechsel hatte sich eine zerfahrene Partie entwickelt. Die Austria brachte keine Ruhe ins Spiel, Wattens agierte in den Angriffen zu hektisch. Erst in der Schlussphase wurden die „Veilchen“ wieder gefährlich, hatte Benedikt Pichler in der 78. Minute das 2:0 auf dem Fuß. Doch der 22-Jährige schoss mit einem Volley Tirol-Keeper Ferdinand Oswald an.
Im Gegenzug kamen die Gäste wieder über den wieselflinken Yeboah. Doch der ghanaische Stürmer rutschte im Austria-Strafraum weg, brachte keinen Abschluss an (80.). Danach zogen sich die Wiener zurück, brachten den 1:0-Erfolg über die Zeit. Auch weil Maierhofer in der 92. Minute neben das Tor köpfte. Für ein Nachtreten gegen Pichler flog Yeboah in der 94. Minute vom Feld.
Nun haben die Wiener drei Siege in Folge vor Augen. Das gab es zuletzt im August 2017. Am Samstag gibt es das Rückspiel am Innsbrucker Tivoli. Und die Chance zur Revanche für die Elf von Thomas Silberberger.