In der Nacht auf Dienstag kam es in Wien zu gleich zwei Polizeieinsätzen wegen Messer-Attacken. Der erste ereignete sich um 21.30 Uhr in der Venediger Au (Leopoldstadt) und kann als durchaus kurios bezeichnet werden.
Ein 38-jähriger Österreicher gab an, er habe sich lediglich zur Wehr gesetzt, als er drei junge Männer (15, 19 und 20 Jahre alt) mit einem Messer bedrohte. Wogegen er sich zur Wehr setzten musste, konnte er jedoch nicht genau angeben. Er wurde deswegen vorläufig festgenommen, das Messer sichergestellt.
Nur eine Stunde später, um 22.45 Uhr, dann der nächste Vorfall in Wien-Favoriten. Dabei soll eine 14-jährige Österreicherin im Innenhof eines Mehrparteienhauses eine 10-Jährige mit einem Springermesser bedroht und Geld gefordert haben. Das Mädchen lief zu ihrer Mutter, diese verständigte die Polizei, die 14-Jährige flüchtete.
Auf einem nahegelegenen Spielplatz konnte sie von Polizisten der Polizeiinspektion Zohmanngasse festgenommen werden. In ihrer Vernehmung spricht die 14-Jährige zwar von einer Auseinandersetzung, ein Messer will sie nicht dabei gehabt haben, Geld will sie auch keines gefordert haben.