Alle drei Treffer der Stahlstädter entstanden nach schweren Patzern der Stripfinger. Florian Flecker erzielte in der 42. Minute das 1:0, Keeper Fatih Bayram hatte sich dabei verschätzt, Borisz Grozdic drückte den Ball in der 85. Minute zum 2:0 ins eigene Tor und Peter Michorl staubte nach einem weiteren Bayram-Patzer zum 3:0-Endstand ab (95.).
Für die Oberösterreicher ist es der zweite Erfolg unter Interimscoach Andreas Wieland nach dem 2:0-Sieg zum Start der Conference-League-Gruppenphase in Helsinki. Und nach zuletzt sieben sieglosen Bundesliga-Spielen wieder ein Erfolgserlebnis. Das Achtelfinale steht vom 26. bis 28. Oktober auf dem Programm.
Trotzdem war Coach Wieland nach dem Erfolg unzufrieden: "Das war heute gar nichts. Das Beste ist das Ergebnis. Mit dem Spiel bin ich absolut nicht zufrieden. Diese Leistung stimmt mich nachdenklich."
Der von Coach Hans Kleer betreute Regionalligist, der mit Patrik Eler einen ehemaligen Bundesliga-Star in seinen Reihen hat, machte es den Linzer Athletikern in Pasching lange schwer, stand defensiv kompakt und machte die Räume eng. Christoph Monschein per spektakulärem Seitfallzieher (5.), Sascha Horvath (7.) und Keito Nakamura, der im Rutschen nicht mehr richtig zum Abschluss kam (22.), verpassten die Führung.
Die Stripfinger hatten ihre wenigen Konter-Chancen liegen gelassen. Keeper Alexander Schlager musste in der 14. Minute vor Oskar Fotr klären, vier Minuten später verzog Eler (18.), setzte in der 34. Minute einen Kopfball neben das Tor des Bundesliga-Vorletzten.
In der 42. Minute war der Bann dann gebrochen, hatte Flecker die Linzer über die 1:0-Führung jubeln lassen. Unter kräftiger Mithilfe des 20-jährigen Stripfing-Keepers Bayram. Der ehemalige Austria-Nachwuchs-Torwart hatte sich beim Aufsitzer-Abschluss des Linzers verschätzt, den eigentlich harmlosen Ball nicht parieren können – 1:0.
Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb der Regionalligist im Konter brandgefährlich. Fotr donnerte den Ball aus spitzem Winkel am kurzen Eck vorbei (48.). Daniel Markl verpasste in der 83. Minute allein vor Schlager den Ausgleich.
Die Linzer kontrollierten die Partie, ohne selbst zu Torchancen zu kommen, wirkten stattdessen verunsichert. Die Selbstverständlichkeit im sonst so erfolgreich praktizierten Power-Fußball-fehlte. Flecker hatte es in der 62. Minute neuerlich aus der Distanz versucht, Bayram diesmal sicher zugepackt.
Erst in der 85. Minute jubelten die Oberösterreicher über das vorentscheidende 2:0. Wieder nach einem schweren Patzer der Stripfing-Hintermannschaft. Grozdic hatte eine Horvath-Flanke klären wollen, dabei ins eigene Tor gedrückt. Für den Schlusspunkt sorgte Michorl in der 85. Minute, drückte einen Ball aus kürzester Distanz zum 3:0 über die Linie. Wieder hatte Keeper Bayram gepatzt, den Ball ausgelassen.