10 Milliarden Schwarzgeld auf Österreichs Konten

Asterix und Obelix hätten ihre Freude: Während selbst Luxemburg angesichts von "Offshore-Leaks" das Bankgeheimnis lockern will, bleibt Österreich hart. Dabei lagern laut dem Uni-Experten Friedrich Schneider auf heimischen Konten riesige Schwarzgeld-Mengen.
Asterix und Obelix hätten ihre Freude: Während selbst Luxemburg angesichts von "Offshore-Leaks" das Bankgeheimnis lockern will, bleibt Österreich hart. Dabei lagern laut dem Uni-Experten Friedrich Schneider auf heimischen Konten riesige Schwarzgeld-Mengen.

Die Aufdeckung eines gigantischen Steuerhinterzieher-Netzwerks ("Offshore-Leaks") sorgt rund um die Welt für einen Aufschrei. Selbst Luxemburg, bisher unbeugsam, überlegt die Lockerung seines Bankgeheimnisses. Dieses sieht wie in Österreich vor, dass Behörden – vor allem ausländische – nur bei konkreter Verdachtslage Zugriff auf die Daten einzelner Sparer erhalten.

Nach einer Reform könnte der Informationsaustausch automatisch ohne teils äußerst langwierigen Rechtsweg erfolgen. Doch während Experten wie Wifo-Chef Karl Aiginger und Finanzrechtler Werner Doralt Österreichs Bankgeheimnis für überholt halten, will Ministerin Maria Fekter (VP) für den Erhalt kämpfen.

Dabei lagern in der Alpenrepublik, gesetzlich gut geschützt, bis zu 10 Milliarden Schwarzgeld. "60 bis 70 Milliarden von Fremden liegen in Österreich, bis zu 15 % dürften illegales Geld sein", ist der Linzer Uni-Ökonom Friedrich Schneider überzeugt. Noch deutlicher wird Grünen- Politiker Peter Pilz: "Das österreichische Bankgeheimnis schützt die sizilianische Mafia und die russischen Oligarchen!"
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