324 Menschen sterben bei Monsunfluten in Indien

In Kerala (Indien) sind bei Überschwemmungen mindestens 324 Menschen ums Leben gekommen. 223.000 wurden obdachlos, Tausende Menschen sind von den Wassermassen abgeschnitten.

Im südwest-indischen Bundesstaat Kerala regnet es während dem diesjährigen Monsun so viel wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Über 324 Menschen starben bisher in den Fluten, etwa 223.000 verloren ihr Zuhause. "Wir haben 1.331 Lager im ganzen Bundesstaat eröffnete, dort können die Menschen Zuflucht finden", sagte ein Katastrophenschutzbeauftragter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der lokale Regierungschef, Pinarayi Vijayan, sprach von einer "extrem schlimmen Krise".

Mehr als fünfhundert zusätzliche Soldaten stehen zurzeit im Einsatz, weitere werden in den nächsten Tagen zur Verstärkungen erwartet, sagte ein Vertreter des regionalen Katastrophenschutzes in Kerala.

Flughafen von Kochi für drei Tage geschlossen

Wegen der dramatischen Monsunfluten ist der wichtige Flughafen in der südindischen Touristenregion Kerala für drei Tage geschlossen worden. Bis vergangenen Samstag gab es wegen Starkregens und Überschwemmungen keine Flüge zum oder vom Kochi International Airport.

Hilfe fehlt an allen Enden und Ecken



Hunderte Dörfer und Häuser wurden zerstört oder stark beschädigt, wie Behörden mitteilten. Die Regionalregierung hatte die diesjährigen Fluten als "beispiellos" bezeichnet. Ein "Heute"-Leser mit indischer Herkunft berichtet der Redaktion: "Die Menschen in der betroffenen Region brauchen Grundausstattung, manche haben gar NICHTS mehr. Ihre kompletten Häuser wurden mitgenommen vom Wasser. Einige Gebiete sind nicht erreichbar, selbst mit den Booten nur sehr schwer.

Wir selbst haben unser Haus in Indien einer Großfamilie zum Wohnen gegeben, bis sich die Lage etwas entspannt".

(isa)

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