Wien

Aktivisten tragen ab heute 100.000 Lobau-Zeitungen aus

Gegner der Stadtstraße verteilen ihre eigene Zeitung "LobauBleibt" in der ganzen Stadt. Auch ein SPÖ-Klubchefin übt darin Kritik an der eignen Partei.

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Lobau-Aktivisten verteilen 100.000 Exemplare ihrer eigenen Zeitung "LobauBleibt" jetzt in ganz Wien.
Lobau-Aktivisten verteilen 100.000 Exemplare ihrer eigenen Zeitung "LobauBleibt" jetzt in ganz Wien.
Denise Auer

Ab Donnerstag sollen hunderte Freiwillige 100.000 Stück der Lobau-Bleibt-Zeitung in ganz Wien verteilten, so die Ankündigung. In der achtseitigen Ausgabe von "LobauBleibt" will die Bewegung "nachweislich falsche Behauptungen" der Stadt widerlegen. "Bisher haben wir die Leute aufgerufen, zu uns ins Camp zu kommen. Jetzt kommen wir in die Stadt", so Mira Kapfinger, eine der Mitinitiatoren im Gespräch mit "Heute". Um die Stadt mit der Zeitung zu "fluten", gibt es über mehrere Tage koordinierte Verteilaktionen vor Schulen, U-Bahn-Stationen und Treffen in allen 23 Bezirken, um Postkästen zu füllen.

Mira Kapfinger, eine der Initiatorinnen der Lobau-Zeitung, will mit der Ausgabe über das Straßenprojekt aufklären.
Mira Kapfinger, eine der Initiatorinnen der Lobau-Zeitung, will mit der Ausgabe über das Straßenprojekt aufklären.
Denise Auer

Kritik an ihrer eigenen Partei übt in der Lobau-Zeitung eine SPÖ-Klubchefin: Claudia O'Brien ist Bezirksrätin am Alsergrund und Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ. In einem Interview mit den Lobau-Aktivisten rät O'Brien der rot-pinken Stadtregierung, von dem Projekt Abstand zu nehmen.

Zeitung will gegen "Propaganda" der Stadt auftreten

"Die Stadt gibt 600.000 Euro für Propaganda aus", wird auf der Homepage der Lobau-Bewegung kritisiert. Für das eigene Projekt sollen knapp 5.000 Euro an Spendengeldern gereicht haben. Produziert und gedruckt wurde die Auflage in nur 12 Tagen. Neben Berichten über die Bewegung selbst, den Brandanschlag und Experten-Interviews, will man Aussagen von Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) als falsch entlarven.

"In einem Gespräch hat Sima selbst zugegeben, dass die Stadtautobahn auf veralteten Verkehrsprognosen basiert", führt Kapfinger aus. Auch das Argument, dass der soziale Wohnbau mit dem Straßenbau verknüpft wäre, soll widerlegt werden. "Für uns ist es nicht einfach, der Werbemaschinerie der Stadt zu kontern. Mit unserer Zeitung möchten wir dem etwas entgegensetzen", sagt Kapfinger zu "Heute".

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