1:1 gegen Isländer! Austria bangt um Europacup-Aufstieg

Austria gegen Breidablik.
Austria gegen Breidablik.Gepa
Die Wiener Austria muss ums Weiterkommen in der Qualifikation zur Conference League zittern, holte zu Hause nur ein 1:1 gegen Breidablik. 

Marco Djuricin hatte die im ersten Durchgang starken "Veilchen" in der 32. Minute verdient mit 1:0 in Front gebracht, doch Alexander Sigurdarson hatte unmittelbar nach Wiederbeginn den 1:1-Ausgleich für die Isländer erzielt (47.). Das Rückspiel in der zweiten Qualifikationsrunde des neu geschaffenen Klub-Bewerbs steht am kommenden Donnerstag (21 Uhr) in Kopavogur auf dem Programm.

Elfmeter-Alarm im Austria-Strafraum

Bei seiner Europacup-Premiere bot Austria-Coach Manfred Schmid mit Rechtsverteidiger Marvin Martins und Flügelflitzer Manfred Fischer zwei Neuzugänge auf, ließ den zukünftigen violetten Abwehrchef Lukas Mühl noch auf der Bank. 

Vor 6.000 violetten Fans hatten allerdings die Gäste aus Island den besseren Start erwischt. Einen Schuss von Damir Muminovic lenkte Austria-Keeper Patrick Pentz in der fünften Minute ins Torout. In der 14. Minute herrschte Elfmeter-Alarm im violetten Strafraum, war Gisli Eyjölfsson gegen Johannes Handl zu Boden ging - eigentlich eine klare Sache, doch Referee Kari Hövdanum von den Färöer hatte weiterspielen lassen. 

Austria gelingt Führungstreffer

Die Austria fand erst nach einer verhaltenen ersten Viertelstunde, in der sich die Wiener mit dem aggressiven Spiel der Gäste plagten, besser in die Partie. Fischer sorgte in der 17. Minute erstmals für Gefahr, den Kopfball des Ex-Altachers hatte Breidablik-Keeper Anton Einarsson noch aus der Ecke gefischt. In der 29. Minute lenkte der Schlussmann einen Distanz-Kracher von Christian Schoissengeyr ins Torout. 

Doch in der 32. Minute gab es nichts zu halten, hatte Djuricin die "Veilchen" völlig verdient in Front gebracht, die bisher sehenswerteste Kombination der Wiener mit dem 1:0 vollendet. Nach einem Lochpass legte Fischer auf den flinken Dominik Fitz auf, der den Ball in den Strafraum schlenzte. Djuricin spitzelte das Leder dann über Einarsson hinweg in die Maschen – 1:0 (32.). Nur drei Minuten später verpasste der Austria-Stürmer den Doppelpack, seinen Heber fing Einarsson locker (35.). 

Ausgleich aus dem Nichts

Die Isländer wirkten völlig überfordert. Bis auf einen Distanzschuss von Viktor Einarsson, der klar über das Austria-Tor flog (37.), war dem Tabellen-Dritten nichts gelungen. Das änderte sich allerdings nach dem Seitenwechsel. Da gelang Sigurdarson keine zwei Minuten nach Wiederbeginn aus dem Nichts der 1:1-Ausgleichstreffer. Vesel Demaku hatte zuvor den Ball verloren, Sigurdarson mit einem schnellen Doppelpass mit Arni Vilhjälmsson die komplette violette Hintermannschaft ausgehebelt, Keeper Pentz bezwungen  – 1:1 (47.). 

Der Gegentreffer zeigte Wirkung, die Austria, die im ersten Durchgang noch alles im Griff hatte, war völlig von der Rolle, erhöhte erst mit der Hereinnahme von Alexander Grünwald (62.) wieder den Druck. Der Mittelfeldspieler hatte nach einem Zupfer in der 73. Minute Elfmeter gefordert, in der 77. Minute den Ball über das isländische Tor gedonnert. Demaku hämmerte den Ball in der 82. Minute aus dem Rücken der Abwehr drüber, Martins verzog in der 94. Minute nur knapp. 

In der hektischen Schlussphase konnte die Austria nicht mehr zusetzen. Stattdessen verpasste Eyjölfsson mit einem Abschluss in der 92. Minute den späten Siegtreffer der Isländer, verfehlte das linke Eck nur knapp. 

Beim Rückspiel in einer Woche muss damit also ein Sieg her. Gut für die Austria: die Auswärtstorrgel gilt in der laufenden Saison nicht mehr. 

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