Ukrainer ist erst 14

11-Jährige vergewaltigt – Verdächtiger auf freiem Fuß

Ein weiterer schockierender Fall: In Kärnten soll ein 14-Jähriger eine 11-Jährige gefesselt und vergewaltigt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Christian Tomsits
11-Jährige vergewaltigt – Verdächtiger auf freiem Fuß
Der 14-Jährige muss sich bald am Landesgericht Klagenfurt verantworten.
PETER LINDNER / APA / picturedesk.com

Der 14-Jährige soll bereits Mitte Jänner über eine 11-jährige Kärntnerin hergefallen sein: Er soll zusammen mit einem Freund (13) beim Spielen im Wald auf ein ihm vorher unbekanntes Mädchen (11) getroffen sein– dann passierte das Unfassbare: Völlig aus dem Nichts soll der 14-Jährige das Mädchen zuerst gefesselt und dann vergewaltigt haben. Nachdem er vom wehrlosen Opfer abgelassen hatte, bedrohte er es laut Anklage noch: "Wenn du das jemanden erzählst, passiert dir was."

Der verdächtige Ukrainer wurde ausgeforscht, gefasst und musste in U-Haft: Doch seit Mitte Februar befindet sich der Verdächtige schon wieder auf freiem Fuß – "Heute" kennt den Grund.

Die Enthaftung erfolgte zwecks "gelinderer Mittel": Das bedeutet, dass der Bub bei der Entlassung strenge Auflagen auferlegt bekam, an die er sich halten muss. Der 14-Jährige muss demnach intensive Bewährungshilfe in Anspruch nehmen und wurde mit einem Kontaktverbot zum noch strafunmündigen Mittäter (13) und der Opferfamilie belegt.

Als Flüchtling aus der Ukraine gekommen

Wie "Heute" in Erfahrung bringen konnte, kam der Verdächtige kurz nach Kriegsbeginn als Flüchtling mit der Mutter und Geschwistern aus der Ukraine in einen beschaulichen Ort im Norden von Kärnten. Dort besuchte er seither in die Schule.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133

Nach dem furchtbaren Vorfall im Wald reagierte das Opfer richtig und vertraute sich seinen Eltern an, die Anzeige erstatteten. Dann ging es Schlag auf Schlag: Polizeibeamten nahmen den erst im Dezember 14 Jahre alt gewordenen Verdächtigen fest. "Aufgrund der im Verdacht stehenden massiven strafbaren Handlungen wurde der Antrag auf Verhängung der U-Haft in diesem Fall gestellt", so Tina Frimmel-Hesse von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Ein Haftschutzrichter entschied bei einer Überprüfung nach rund einem Monat jedoch, dass der Bub zu enthaften sei.

 5 Jahre Haft möglich, doch keine Konsequenzen für Komplizen

Seitdem befindet sich der Schüler auf freiem Fuß. Vor Kurzem wurde die schockierende Anklage gegen ihn eingebracht – wegen Vergewaltigung, schwerem Missbrauch Unmündiger und versuchter Nötigung. Der Strafrahmen beträgt bis zu fünf Jahre Haft. Ein Prozesstermin dürfte für Ende April ausgeschrieben werden. Dem 13-jährigen Freund, der das Ganze auch noch gefilmt haben soll, anstatt zu helfen, drohen indes keine Konsequenzen – er ist noch strafunmündig.

Während in diesem Fall die U-Haft offenbar vorübergehend möglich war, wundert sich der Anwalt Sascha Flatz, warum nicht auch in Wien derart durchgegriffen wird. Er vertritt jene 12-Jährige, die in Wien-Favoriten vergewaltigt und missbraucht worden sein soll – wir berichteten. 16 Verdächtige aus Bulgarien, Syrien, der Türkei und Nordmazedonien mussten bisher nicht in U-Haft: "Das ist schwer nachzuvollziehen", ärgert sich der Jurist und fordert, dass endlich durchgegriffen wird.

Die Bilder des Tages

1/59
Gehe zur Galerie
    <strong>22.07.2024: Klima-Aktivstin (23) soll 25.000 Euro Strafen zahlen.</strong> Weil sie kein Geld haben, sitzen Aktivisten der "Letzten Generation" ihre Strafen immer öfter im Häf’n ab. <a data-li-document-ref="120048177" href="https://www.heute.at/s/klima-aktivstin-23-soll-25000-euro-strafen-zahlen-120048177">Eine Aktivistin soll 25.000 Euro zahlen &gt;&gt;&gt;</a>
    22.07.2024: Klima-Aktivstin (23) soll 25.000 Euro Strafen zahlen. Weil sie kein Geld haben, sitzen Aktivisten der "Letzten Generation" ihre Strafen immer öfter im Häf’n ab. Eine Aktivistin soll 25.000 Euro zahlen >>>
    Letzte Generation
    ct
    Akt.