11-Jährige sollen als Zeugen vor Gericht

Nach einem Sturz von der Sprossenwand ist das Bein der kleinen Lea (11) noch immer dick bandagiert. Zu den körperlichen Qualen kommen nun üble Anschuldigungen ihrer Turnlehrerin.

Nach einem ist das Bein der kleinen Lea (11) noch immer dick bandagiert. Zu den körperlichen Qualen kommen nun üble Anschuldigungen ihrer Turnlehrerin.

"Es tut mir leid" – vier Worte nur, die einer verletzten Elfjährigen viel bedeutet hätten und einen Prozess vermeiden hätten können. Für eine Wiener Professorin war das zu viel verlangt. Wie berichtet, stürzte Lea K. im Sportunterricht eineinhalb Meter tief von einer Sprossenwand und knallte hart aufs Parkett. Schmerzhafte Bilanz: dreifacher Beinbruch, Trümmerfraktur der Hand, stundenlange Operation – und mit Schmerzen wochenlang auf den Rollstuhl angewiesen.

Doch nicht nur Leas Knochen zersplitterten, sondern auch ihr Weltbild: "Die Lehrerin hat gesagt, ich soll nicht so ein Theater machen und sich auch nie entschuldigt." Also forderte ihr Anwalt Nikolaus Rast Schmerzensgeld von der Republik – immerhin konnte Lea wochenlang nicht den Unterricht besuchen und musste teure Nachhilfekurse belegen. Die Forderung wurde jetzt mit skurriler Begründung abgelehnt.

Laut der Lehrerin sei "Weichboden unter den Bänken aufgebracht gewesen". Verteidiger Rast dazu: "Ja, im Saal lagen Matten, nur leider nicht bei der Station." Und weiter: "Wäre Lea auf die Matte gefallen, hätte sie wohl keine Brüche. Ein verletztes Kind der Lüge zu bezichtigen, das geht zu weit. Die Frau wird geklagt." Leas elfjährige Schulkollegen werden als Zeugen geladen.

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