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11.000 Marathon-Läufer betrogen mit Auto und Öffis

Massen-Betrug! 11.000 Marathon-Teilnehmer erschlichen sich "Finisher"-Medaillen. Jetzt flog die kuriose Masche auf.
05.09.2023, 21:38
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42.195 Kilometer beträgt die Marathon-Distanz. Wer sie bewältigt, ist ein Held. Egal, wo. Weltweit versuchen sich Abertausende Personen im Rahmen der renommierten Städte-Events. Kontrolliert wird normalerweise mit digitalen Checkpoints, die messen, ob die elektronischen Chips in den Startnummern den Posten auch passieren.

Zuletzt stieg der jährliche Massenanlass in Mexico City – rund 30.000 Startende wollten vor der Kulisse der mexikanischen Metropole ihre Fitness und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Nur: Im Nachgang wurde durch anonyme Hinweise auf Social Media festgestellt, dass viele der vermeintlichen "Finisher" nicht die volle Distanz gelaufen sind.

"Werden Zeiten annullieren"

In den sozialen Medien beschwerten sich viele ehrliche Läufer – nicht nur wegen fragwürdiger Zeiten anderer, sondern auch wegen des großen Aufkommens auf der Strecke, weil viele Teilnehmende die Startgebühr gespart hätten und im Laufe der Strecke eingestiegen seien.Offenbar hatten sich gerissene Amateursportler die sportliche Ehre erschlichen, in dem sie die Strecke mithilfe von Autos oder des öffentlichen Verkehrs abgekürzt haben. Einige Teile der Route im historischen Zentrum der Stadt, so heißt es weiter, hätten sich speziell für den Beschiss angeboten. Laut der spanischen Sportzeitung "Marca" betreffe dies nicht weniger als 11.000 Starter.

"Das Sportinstitut der Stadt Mexiko wird jene Fälle identifizieren, in denen Läufer beim XL Maratón de la Ciudad de México Telcel 2023 gegen die Regeln verstoßen haben, und ihre Zeiten annullieren", zeigten die Organisatoren in einer Medienmitteilung klare Kante. Der Event mit dem "Gold Label" von Weltverband "World Athletics", einem Gütesiegel für seriöse Massensportanlässe, betonte dazu erneut, "eine Manifestation für die wahren Werte des Sports" zu sein.

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