Ein internationales Team von Wissenschaftern hat in Brasilien eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht: In einem 115 Millionen Jahre alten Dinosaurier-Skelett konnten sie Spuren von Blut nachweisen.
Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal 'Proceedings of the National Academy of Sciences' veröffentlicht.
Hauptautorin Kliti Grice von der Curtin University bezeichnet die Entdeckung als 'bahnbrechend'. In den Überresten des Aratasaurus museunacionali, einem kleinen zweibeinigen Dinosaurier, konnten die Forscher versteinerte Blutspuren in einem Gefäßkanal sichern.
Der Nachweis eines bestimmten Strukturproteins bestätigte, dass es sich tatsächlich um Blut handelte.
Wie t-online unter Berufung auf pnas.org und die Curtin University berichtet, wurde das Dinosaurier-Skelett im Nordosten Brasiliens gefunden. Die Erhaltung gelang vermutlich, weil der Kadaver kurz nach dem Tod von einer sauerstoffarmen Substanz bedeckt wurde.
Den Forschern zufolge war das Tier zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht ausgewachsen und wog etwa 32 Kilogramm. Grice erklärte: 'Diese Erkenntnisse stellen langjährige Annahmen infrage, wonach bestimmte Biomoleküle wie Hämoglobin, keine großen geologischen Zeiträume überdauern können.'
Neben der Curtin University waren auch die Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology, das brasilianische Nationalmuseum und die Johns Hopkins University an der Studie beteiligt.