Grüne rebellieren gegen Impfpläne ihrer Partei

Ehemalige Grünen-Chefin Madeleine Petrovic legt sich mit ihrer Partei an.
Ehemalige Grünen-Chefin Madeleine Petrovic legt sich mit ihrer Partei an.Liebenwein/OTS
Am 4. Februar soll die Impfpflicht starten, doch bei den Grünen regt sich Widerstand. Eine Initiative gegen die Pflicht hat fast 12.000 Unterstützer.

Bisher hat sich vor allem die Kickl-FPÖ als Impfpflichtgegner hervorgetan – auch auf den Demos von Maßnahmengegnern, Corona-Leugnern und Schwurblern. Jetzt hat die massive Kritik aber auch den kleineren Regierungspartner erreicht, der die Impfpflicht umsetzen will. Auf Initiative der ehemaligen Grünen-Chefin Madeleine Petrovic werben Funktionäre und Sympathisanten auf corona-strategie.at für einen "versöhnlichen Weg aus der Krise". Auf dieser Seite sind auch die mehr als 11.500 Unterstützer namentlich aufgelistet. Die Impfpflicht sei eine "Maßnahme, die mehr schadet als nutzt", wird behauptet. Zudem kritisieren die grünen Corona-Skeptiker, darunter auch Bürgermeister und Gemeinderäte, die "Benachteiligung von Ungeimpften".

Petrovic droht mit Klage

"Ich erhalte ein überwältigendes Maß an positiven Rückmeldungen", sagt Petrovic – selbst nicht geimpft – zu "Heute". Der Regierung droht sie mit dem Gang vor Gericht, sollte die Impfpflicht tatsächlich kommen. Sie hoffe aber noch auf ein "Umdenken": "Was nicht geht, ist, dass wir Ungeimpften wie Kriminelle behandelt werden. Die Regierung spaltet damit das Land."

Mückstein redete die Kritik aus den eigenen Reihen am Mittwoch klein: "Das ist keine grüne Aktion. Die Grünen stehen hinter der Impfpflicht." Fast wortident reagierte der grüne Parlamentsklub auf "Heute"-Anfrage. Ob es für die Rädelsführer – zehn von ihnen haben Ämter bei den Ökos – Konsequenzen wie Parteiausschlüsse geben wird? Das könne man noch nicht sagen …

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