Szene

12.000 Zuschauer beim "Fest der Freude"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:14

Am Donnerstag feierten die Wiener Symphoniker vor 12.000 Zuschauern die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht mit einem "Fest der Freude" am Heldenplatz. "Ich bin sehr stolz, dass der Heldenplatz geprägt ist von Antifaschisten und Demokraten", sagte Bundeskanzler Werner Faymann.

"Ich bin sehr stolz, dass der Heldenplatz geprägt ist von Antifaschisten und Demokraten", sagte Bundeskanzler Werner Faymann.

Bereits zum zweiten Mal wurde am 8. Mai des Weltkriegsendes mit einem "Fest der Freude" gedacht. Abermals spielten die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Bertrand de Billy auf dem Heldenplatz. Bei gratis Eintritt gab es Ludwig van Beethoven, Jules Massenet und Charles Gounod zu hören. Bertrand de Billy, ehemaliger Chefdirigent des Radio-Symphonieorchesters schwang den Dirigentenstab.

Veranstalter des Festes auf dem Heldenplatz waren auch diesmal wieder das Mauthausen Komitee, das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands sowie die Israelitische Kultusgemeinde Wien.

"Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg"

Faymann ging in seiner kurzen Ansprache auf das Erstarken rechtspopulistischer Parteien in ganz Europa ein, wo sich auch "Rechtsextreme wiederfinden" und zugleich "tarnen" würden. Das Ziel der nächsten Generationen in ganz Europa sei es daher, für ein friedliches Zusammenleben ohne Hass und Gewalt einzutreten. "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg", laute daher die Devise.

Zuvor war Faymann mit Michael Spindelegger und dem jüdischen Künstler Arik Brauer beim Festakt im Kanzleramt zugegen. Alle drei vermittelten die Botschaft, dass das gemeinsame Europa die richtige Reaktion auf das Unrechtsregime der Nationalsozialisten und den Holocaust war.

Freilich müsse man die EU kritisieren und verbessern - aber Diskussionen über Regelungen für Gurken seien eigentlich "Peanuts", sagte Brauer. Denn tatsächlich sei die EU ein "Ereignis von einmaliger Größe". An Europa könne man viele kleine Dinge kritisieren, aber "die großen Dinge haben wir richtig gemacht" mit dem Friedensprojekt EU, stellte Spindelegger fest.

Bundesheer-Mahnwache und enthüllte Skultpur

Verteidigungsminister Gerald Klug gedachte am Vormittag in der Krypta am Äußeren Burgtor den Opfern des NS-Regimes. Das Österreichische Bundesheer stellte von 7 Uhr bis 18 Uhr eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Faschismus am Äußeren Burgtor. Vor der Wirtschaftsuniversität wurde eine Skulptur zum Gedenken an in der NS-Zeit verfolgte Studenten enthüllt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Jetzt E-Paper lesen