Österreich

12 Jahre Haft für brutalen Überfall auf Wiener Kirche

Vor bald 3 Jahren wurde eine Kirche in Wien-Floridsdorf gestürmt, mehrere Geistliche  verletzt. Der einst flüchtige Täter stand am Montag vor Gericht.
Heute Redaktion
13.09.2021, 17:31

Am 27. Dezember 2018 wurde die Klosterkirche Maria Immaculata im 21. Bezirk überfallen. Mehrere Mönche wurden  gefesselt, geknebelt und mit einer Schusswaffe bedroht. Stundenlang wurden sie in den Räumlichkeiten der Kirche festgehalten. Ein Opfer erlitt schwere Verletzungen, weitere vier wurden leicht verletzt.

Nach der Tat hatte die Polizei umgehend eine Großfahndung eingeleitet –vergeblich. Erst mitte Juni des heurigen Jahres konnte ein verdächtiger 49-Jähriger Serbe in Zagreb gefasst werden. Auf einer zurückgelassenen Wasserflasche am Tatort fand sich seine DNA-Spur. In Deutschland war der Mann schon amtsbekannt, er saß dort bereits wegen einer Geiselnahme sieben Jahre im Gefängnis.

"Hatte Hass auf katholische Kirche"

Sein Motiv: "Hass auf die katholische Kirche“, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Dieser sei durch das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in Klöstern aufgekommen. Einen besonderen Bezug zu den Schulbrüdern in Wien-Floridsdorf hatte der Täter nicht. Wegen schweren Raubes, Freiheitsentziehung und schwerer Nötigung setzte es für ihn am Montagnachmittag schlussendlich eine zwölfjährige Freiheitsstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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