12-Jährige geschwängert? Junger Mann vor Gericht

Der ankgeklagte 17-Jährige
Der ankgeklagte 17-JährigeBild: Daniel Schreiner
Ein heute 17-Jähriger soll eine erst Zwölfjährige in NÖ geschwängert haben. Dafür musste er am Montag in Korneuburg auf die Anklagebank.
Wegen des Verbrechens des schweren sexuellen Missbrauches (Anm.: Strafrahmen bei Erwachsenen bis zu 15 Jahre Haft, bei Jugendlichen bis zu 7 1/2 Jahre Haft) musste ein 17-Jähriger am Montag am Landesgericht Korneuburg auf der Anklagebank Platz nehmen.

Der gebürtige Wiener und jetzt in Niederösterreich wohnhafte Teenager hatte nach der Schule eine Lehre begonnen, diese aber nach rund einem Jahr abgebrochen. Im Herbst 2018 lernte der damals 16-Jährige die erst 12-Jährige kennen und lieben. Bis zum Jänner 2019 hatte das Pärchen mehrmals Geschlechtsverkehr, das frühreife Mädchen wurde schwanger.

Verteidigung fordert Vaterschaftstest

Der 17-jährige Arbeitslose zeigte sich beim Prozess zu den Vorwürfen voll geständig. Nur: Ob er tatsächlich der Vater sei, könne er nicht sagen. Die Verteidigung des Jugendlichen forderte daher mit dem sichergestellten Gewebe einen Vaterschaftstest. Das vor wenigen Wochen 13 Jahre alt gewordene Mädchen hat das Kind abgetrieben.

Richter Franz Furtner vertagte daher auf unbestimmte Zeit – ob der 17-Jährige der Vater des Nasciturus (Anm.: das gezeugte, aber ungeborene Kind hat bereits Rechte, aber noch keine Pflichten) war oder nicht, wirkt sich auch auf den Strafrahmen aus. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Lie)

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