12.000 Kilo täglich! Der Helden- wird zum Müll-Platz

Nicht nur am Wiener Donaukanal wird an lauen Sommernächten gerne gefeiert, auch der Heldenplatz lockt Nachtschwärmer. Zurück bleibt viel Müll.

Er ist einer der schönsten und auch geschichtsträchtigsten Plätze Wiens und jener Ort, an dem – nach dem zweiten Weltkrieg und zehn Jahren Besatzung – Österreichs Freiheit und immerwährende Neutralität verkündet wurde. Doch seit der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen wird der Heldenplatz – neben dem Donaukanal ("Heute" berichtete) – für immer mehr Nachtschwärmer zur Partyzone, da die Clubs ja aufgrund der Corona-Krise schon um 1 Uhr schließen müssen. Weiters tragen das sommerliche Wetter und die lauen Nächte zum Feiern an diesem weitläufigen Platz ein.

12.000 Kilo Müll, beschmierte Denkmäler und Gebäude

"Die Burghauptmannschaft Österreich freut sich, wenn die öffentlichen Parks am Areal der Hofburg Wien besucht werden und sich Menschen dazu entschließen, hier ihren Feierabend zu verbringen", so Burghauptmann Reinhold Sahl. Das Problem ist der zurückbleibende Mist: "Mittlerweile fallen am Heldenplatz pro Tag rund 12.000 Liter Müll an. Die Entfernung von Farbe und sonstigen Beschmierungen stellt große Anforderungen an die Restauratoren", weiß Sahl.

Nicht nur zurückgelassene Bierdosen und Weinflaschen, auch beschmierte Wände von historischen Gebäuden sorgen bei der Burghauptmannschaft für Ärger.
Nicht nur zurückgelassene Bierdosen und Weinflaschen, auch beschmierte Wände von historischen Gebäuden sorgen bei der Burghauptmannschaft für Ärger.Burghauptmannschaft Österreich

"Leider ist es seit geraumer Zeit zur traurigen Gewohnheit geworden, dass die Parks besonders in den Abend- und Nachtstunden immer häufiger für Partys genutzt werden, die mit dem Zurücklassen von Müllbergen und der Sachbeschädigung an der historischen Bausubstanz der Hofburg einhergehen. Die Parkverwaltung kann nur unter erhöhtem Aufwand dafür sorgen, dass Müllberge und Verunreinigungen, soweit möglich, rasch beseitigt werden, sodass die historischen Parkanlagen und kulturell bedeutenden Gebäude bereits in den Morgenstunden ihr gewohntes Außensehen zurückerhalten und nach wie vor für Passanten, Besucherinnen und Besucher sowie Touristinnen und Touristen attraktiv bleiben", so der Burghauptmann zu "Heute".

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