Kein Chaos, aber Ärger über geteilten 13 A

Ab 13. Jänner fährt der 13 A neun Monate lang zweigeteilt.
Ab 13. Jänner fährt der 13 A neun Monate lang zweigeteilt.
Seit Montag gilt die 13-A Zweiteilung. Wie geht es den Öffi-Fahrern dabei, wer protestiert und worüber der Bezirk Josefstadt diskutiert.
Verwirrte Touristen blickten auf die Anzeige des 13 A-Busses, Mütter schoben die Kinderwägen wieder aus dem Bus, während andere Öffi-Fahrer der am Montag startenden 13-A Zweiteilung eher gelassen entgegen sahen.



"Ich fahre öfters mit dem 13 A. Die Information wurde in sozialen Medien publiziert, dadurch weiß ich von der Teilung. Bei mir ist es nicht so schlimm, ich fahre nur eine kurze Strecke oder gehe zu Fuß. Kein Ärger für mich", sagt der 50-jährige Andreas W. Auch die Pensionistin Elisabeth W. (72) sieht die Herausforderung bei der Bushaltestelle Skodagasse entspannt: "Ich bin Pensionistin, da hat man nicht mehr so viel Stress. Fünf Minuten früher oder später macht wenig Unterschied." Eine Mutter mit dem Kinderwagen stampft indes wütend davon. Sie wusste offensichtlich nichts von der Fahrplanänderung.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Siebensterngasse: Station aufgelassen

In der Siebensterngasse bleibt nun kein 13 A mehr stehen. "Laut Google Maps müsste hier der Bus stehen bleiben, jetzt weiß ich auch nicht weiter", meint Alexander B. (35). Er lässt sich von dem Wiener-Linien Mitarbeiter beraten. "Es könnte schlimmer sein", meint er jedoch optimistisch. Seine Option: Er nimmt den 13 A, der nun in der Burggasse Richtung Volkstheater fährt, der dann dort endet. Dann muss er weiter in die Neustiftgasse, um mit demselben Bus Richtung Skodagasse zu fahren. Dieser Boxenstop ärgerte vor allem Elisabeth Ecker (54): "Es ist furchtbar umständlich. Ich verstehe nicht, warum man hier aussteigt und nicht die Runde mit dem Bus mit- und weiterfahren kann. Das könnte man ändern, das ist lächerlich!"

"Wie kommt man jetzt zum Hauptbahnhof?", sei die häufigste Frage, erzählt ein Wiener Linien-Mitarbeiter, der auf die U-Bahn Volkstheater deutet. "Die U-Bahn ist eben die schnellste Alternative", lächelt er.



Protest kommt aus dem Bezirk Josefstadt

Bei der Station Volkstheater protestiert der Vize-Bezirksvorsteher des Josefstadt Josef Mantl (ÖVP). Er verteilte am Montagvormittag Flyer mit dem Titel: "Für eine Umleitung des 13 A im Sinne der Menschen". Er fordert eine Lösung, wie beim Flohmarkt Neubaugasse, wo der 13 A auch umgeleitet, aber nicht zweigeteilt werde. "Mit 15 Millionen Fahrgästen jährlich ist der 13 A eine der am stärksten genutzten Buslinie. Diese zu unterbrechen ist für Kinder, Familien und Senioren nicht zumutbar", meint er.

Auf den Protest zur Teilung des 13As antworten prompt die Grünen Josefstadt mit einer Aussendung: "Im 8. Bezirk vermissen wir solch mutigen, zukunftsweisende Projekte wie die Begegnungszone oder hundert neue Bäume schmerzlich", so Martin Fabisch, Chef der Grünen Josefstadt. "Dass für die Dauer der Bauarbeiten der 13A für einige Monate zweigeteilt geführt wird, weiß die Josefstädter Bezirksvorsteherin Veronka Mickel seit Wochen. Dass der Bau der Begegnungszone eine Änderung des 13A bedeuten wird, weiß sie seit vielen Monaten. Allerdings hat sie im Vorfeld keinerlei Verbesserungsvorschläge für die Linienführung eingebracht. Jetzt zu jammern bringt nichts!".

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