13 Festnahmen: Polizei sprengt Drogenring

Durch einen Zufall ist die Polizei auf einen Drogenring gestoßen, der in Salzburg aktiv war - jetzt sitzen 13 Personen in Haft.

Ein entgleister Zug hatte den Fall ins Rollen gebracht: Ende Mai war in Vöcklabruck (OÖ) eine Lok aus den Gleisen gesprungen. Während die ausgestiegenen Passagiere warteten, begannen drei von ihnen so heftig zu streiten, dass die Polizei einschritt - und 350 Gramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch bei den zwei marokkanischen Asylwerbern und der Rumänin fand.

Wie sich herausstellte, war einer der beiden Männer, ein 29-Jähriger, Teil eines Drogenrings, der aber aussteigen wollte. Deswegen war er am Vortag bereits von sieben anderen Bandenmitgliedern in Linz verprügelt worden - Anrainer hatten damals die Polizei gerufen, allerdings konnten alle Täter rechtzeitig flüchten.

Die Ermittler forschten schließlich zwei Kosovo-Albaner (36, 47) als Chefs der Bande aus, die sich um die Beschaffung und die Logistik kümmerten. Weitere Mitglieder - Syrer, Marokkaner, Albaner und Tschetschenen - schmuggelten die Drogen mit Autos von Deutschland, den Niederlanden, Tschechien und Albanien ins Land und verteilten sie in Salzburg an Straßendealer.

Die insgesamt 13 Festgenommenen sollen 30 Kilogramm Marihuana, 25 Kilo Haschisch und 700 Gramm Kokain im Wert von einer halben Million Euro in Umlauf gebracht haben.

 

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