Österreich

13 Gewehre in leerstehendem Haus gefunden

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:52

Die Polizei hat in einem unbewohnten Haus im burgenländischen Breitenbrunn insgesamt 13 Gewehre sichergestellt. Bei den Waffen, die großteils nicht mehr funktionstüchtig waren, handelte es sich zum Teil um Kriegsrelikte. Auch Sprengkörper wurden gefunden.

Das Haus, in dem die Waffen gefunden wurden, ist seit zehn Jahren unbewohnt. Am Freitag wollte ein Mann das leerstehende Haus ausräumen und stieß dabei auf sieben Gewehre sowie eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg und ein Sprengkopf aus dem Ersten Weltkrieg. Am Wochenende brachte er die Langwaffen zur Polizeiinspektion nach Purbach und unterrichtete die Beamten von den Sprengkörpern.

Die Beamten untersuchten das Gebäude und fanden neben den sieben bereits vom Besitzer sichergestellten Gewehren noch sechs weitere Langwaffen. Dabei handelt es sich neben einer Doppelflinte, einer Schrotflinte und einem Luftdruckgewehr auch um mehrere Karabiner, bei denen es sich vermutlich ebenfalls um Kriegsrelikte handelt. Auch rund 200 Schuss Munition wurden gefunden.

Waffen großteils nicht mehr funktionstüchtig

Von den sichergestellten Gewehren waren nur zwei funktionstüchtig. Die Handgranate und der Sprengkopf wurden am Mittwoch vom Entminungsdienst sichergestellt, auch sie stellten sich als nicht ungefährlich heraus. Die Langwaffen müssen zwar seit einigen Jahren nach dem Waffengesetz registriert werden, zu deren Besitz sind laut Polizeiaussendung jedoch keine waffenrechtlichen Urkunden erforderlich.

Da in den letzten Wochen immer wieder Kriegsrelikte gefunden wurden, macht die Polizei darauf aufmerksam, dass es sich dabei um äußerst gefährliche Waffen handeln kann. Der Finder soll auf keinen Fall die Geschoße berühren. Die Behörden ersuchen, den Fundort abzusichern und die nächste Polizeiinspektion zu verständigen. 

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