In Rumänien hat ein 13-jähriger Bub am Montag eine Lehrerin und einen Mitschüler mit einem Messer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, gab es kurz vor dem Angriff Hinweise darauf, dass der Bub seine Pläne in sozialen Netzwerken geteilt haben soll.
Heuer gab es in mehreren europäischen Ländern wie Polen, Frankreich und Schweden ähnliche Attacken an Schulen. Immer wieder wird dabei über die Rolle von sozialen Medien und Online-Gruppen diskutiert, die Gewalt verherrlichen und solche Taten begünstigen könnten.
"Um 8.40 Uhr wurde die Polizei verständigt, dass ein Schüler der siebten Schulstufe in einer Schule in Bistrița angeblich eine Lehrerin und einen weiteren Schüler mit einem Messer angegriffen hat", hieß es von der Polizei.
Laut einer Justizquelle wird gegen den 13-Jährigen wegen des Verdachts auf versuchten Mord in schwerem Fall ermittelt. Da er minderjährig ist, wird es aber keinen Prozess geben. Der Bursch konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.
Die Quelle bestätigte, dass der Bub auf TikTok Nachrichten gepostet hat, in denen er zu Gewalt aufrief. Die Ermittler müssen aber erst seine digitalen Geräte durchsuchen, bevor sie endgültige Schlüsse ziehen können.
Mehrere lokale Medien berichteten, dass der Bub kurz vor dem Angriff online über seine Absichten geschrieben habe. Auf einem in den Medien veröffentlichten Foto ist zu sehen, wie sich ein Bub mit Messer und Helm samt Kamera im Badezimmer-Spiegel fotografiert. Ein weiteres Bild zeigt seine Hand beim OK-Zeichen. Darunter steht auf Englisch: "Das ist es, Leute. Ich habe das seit 8 Monaten vorbereitet, wir sehen uns in Valhalla."
Die Inhalte erinnern an einen Angriff in Polen, wo Anfang des Monats ein Schulwart getötet wurde.
"Die Berichte, dass der Schüler seinen Angriff auf TikTok angekündigt hat, müssen von den Ermittlern geklärt werden", schrieb Bildungsminister Mihai Dimian auf Facebook.