13 Jahre Haft für Raub und Vergewaltigungsversuch im Zug

Zu 13 Jahren Haft ist am Donnerstag ein Rumäne am Wiener Straflandesgericht verurteilt worden. Er hatte 2014 zwei junge Frauen im Zug überfallen und versucht, sie zu vergewaltigen. Der Mann war bereits zuvor verurteilt und abgeschoben worden. Er hätte eigentlich bis 2016 in Rumänien in Haft sitzen sollen.
Zu 13 Jahren Haft ist am Donnerstag ein Rumäne am Wiener Straflandesgericht verurteilt worden. Er hatte 2014 zwei junge Frauen im Zug überfallen und versucht, sie zu vergewaltigen. Der Mann war bereits zuvor verurteilt und abgeschoben worden. Er hätte eigentlich bis 2016 in Rumänien in Haft sitzen sollen.

Der 35-Jährige hatte sich im November 2014 am Westbahnhof zu zwei 19-jährigen Frauen in ein Zugabteil gesetzt. Plötzlich drückte er einer der beiden eine abgebrochene Glasflasche an den Hals und verlangte Geld. Die beiden Frauen gaben ihm Geld und ihre Handys.

Dann erklärte der brutale Räuber den eingeschüchterten Frauen, er werde sie nun vergewaltigen. Ein Fahrgast aus dem Nachbarabteil hörte die Hilfeschreie der jungen Frauen und verhinderte, dass es zur Vergewaltigung kam. Der Täter konnte jedoch entkommen.

Durch DNA-Spuren überführt

Im Februar 2016 hatte der Rumäne einvernehmlichen Sex mit einem Wiener, stach ihm danach jedoch zweimal in den Oberschenkel und flüchtete mit dessen Laptop. Als er wenige Wochen später wegen einer gefährlichen Drohung festgenommen wurde, konnten ihm seine vorangegangenen Raubüberfälle dank DNA-Spuren an den beiden Tatorten nachgewiesen werden. Vor Gericht sagte der 35-Jährige zu seiner Verteidigung, beim Überfall im Zug sei er unter dem Einfluss von "Alkohol und Drogen" gewesen und könne sich an nichts erinnern. Im zweiten Fall habe er aus Selbstverteidigung gehandelt.

Schon einmal verurteilt und abgeschoben

Der Rumäne war in Österreich bereits zuvor wegen schweren Raubs zu sechs Jahren und im Jahr 2007 für Vergewaltigung zu drei Jahren verurteilt worden. Nachdem er die neunjährige Freiheitsstrafe angetreten hatte, wurde er im August 2011 in seine Heimat abgeschoben, um den Rest seiner Strafe dort zu verbüßen.

Innerhalb der EU sei "grundsätzlich eine Anerkennung der im Ausland verhängten Strafe in derselben Höhe vorgesehen", hieß es aus dem Justizministerium gegenüber "orf.at". In diesem Fall wurde der Straftäter allerdings nicht einmal ein Jahr nach Überstellung vorzeitig entlassen. Im Sommer 2014 war er trotz Aufenthaltsverbots wieder nach Österreich eingereist.

 
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