Wiener Teenie-Bande verübt 9 Brutalo-Überfälle

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Sie gingen mit großer Brutalität vor, viele ihrer Opfer landeten im Spital. In Wien wurde eine Multikulti-Gang ausgehoben.

Nach umfangreichen Ermittlungen ist es den Beamten des Landeskriminalamts Wien gelungen, neun verübte Raubüberfälle im Zeitraum von 3. November bis 6. Dezember 2017 zu klären. Die 13-köpfige Truppe, alle im Alter von 14 bis 18 Jahren, wütete in den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt.

Extreme Gewaltbereitschaft

Die Tatverdächtigen gingen bei den Taten mit einer extremen Gewaltbereitschaft vor. Bei jedem der neun Raubüberfälle musste zumindest ein Opfer mit schweren Verletzungen in ein Spital gebracht werden. Bei einem Raub erlitt ein Opfer einen Kieferbruch, bei einem anderen Übergriff wurde ein Schlagstock verwendet.

Die Tatverdächtigen führten ihre Überfälle stets zwischen 18 und 23 Uhr durch, so die Polizei. Sie hatten es auf Handys, Bargeld und Rucksäcke abgesehen. Wenn ihnen die Schuhe eines Opfers gefielen, mussten die Überfallenen diese ausziehen.

Zum Teil konnten die geraubten Gegenstände sichergestellt und den Opfern zurückgegeben werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 3.000 Euro. Acht Tatverdächtige wurden in die Justizanstalt Josefstadt gebracht.

Langeweile und Geldbeschaffung

Als Motiv gaben die Jugendlichen bei der polizeilichen Erstvernahme "Langeweile" an, außerdem fehlte es ihnen an Geld. Die Gruppe setzte sich aus verschiedenen Nationalitäten zusammen – darunter waren ein Russe, Ukrainer, Bulgare, Ungar, Pole, Rumäne, Ägypter, drei österreichische Staatsbürger sowie drei Serben. Woher sich die Jugendlichen kennen, konnte Polizeisprecher Daniel Fürst nicht beantworten. (bai)

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