1.300 Frauen suchten Hilfe beim NÖ Frauentelefon

Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Evelyn Filipsky (NÖ Hilfswerks, Leitung Angebotsbereich Psychosoziales) beim NÖ Frauentelefon.
Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Evelyn Filipsky (NÖ Hilfswerks, Leitung Angebotsbereich Psychosoziales) beim NÖ Frauentelefon.Rudi Schmied/NÖ Hilfswerk
Gewalt in der Beziehung, Demütigungen oder Freiheitsberaubung - die Anliegen der Frauen sind unterschiedlich. 2022 wurden 1.300 Anrufe verzeichnet. 

Das NÖ Frauentelefon wurde 2005 eingerichtet und hat sich zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für Frauen in Krisensituationen etabliert. 2022 hat das NÖ Frauentelefon bis Mitte Dezember rund 1.300 Anrufe verzeichnet.

„Immer wieder erleben wir wie schwierig es für Frauen in Problemsituationen ist, Hilfe zu finden und diese auch in Anspruch zu nehmen. Die Hürde ist oft zu hoch und mit Scham behaftet, vor allem für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Das NÖ Frauentelefon ist eine erste Anlaufstelle und bietet einen niederschwelligen und anonymen Zugang, der oft ein erster Schritt aus der Abwärtsspirale sein kann,“ so Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Brauchst Du Hilfe oder einen Rat?

Das NÖ Frauentelefon ist unter 0800 800 810 erreichbar.

Nähere Informationen zum NÖ Frauentelefon sowie Kontakte zu den Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern und zum Gewaltschutzzentrum in Niederösterreich findet man auf der Website des Landes Niederösterreich unter

www.land-noe.at/stopp-gewalt.

Die meisten Anliegen, mit denen Frauen sich an das NÖ Frauentelefon wenden, betreffen die psychische Gesundheit in Form von Abwertung, Demütigungen und Einschränkungen der persönlichen Freiheit bis hin zu physischer Gewalt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es vermehrt Anfragen zum Thema Wohnen und Arbeit. Gestiegen sind in letzter Zeit Fragen zu Obsorge, Kontaktrecht und Hilfe für Kinder.

Wegweisung oder Betretungsverbot

Frauen bekommen Informationen über ihre rechtliche Lage, das Gewaltschutzgesetz bzw. Schutzmaßnahmen wie Wegweisung oder Betretungsverbot und einstweilige Verfügung. Kontakte zum Gewaltschutzzentrum, Frauenhaus oder zu Polizei werden weitergegeben. „Vertrauliche und kostenlose Beratung durch das NÖ Frauentelefon ist für viele Mädchen und Frauen unverzichtbar. Gewalterfahrungen, Depressionen oder Themen wie Trennung und Scheidung durchziehen alle Altersgruppen, Gesellschaftsschichten und Ethnien. Unter der Nummer 0800 800 810 finden Anruferinnen eine sichere und anonyme Anlaufstelle vor und erhalten jene professionelle Unterstützung und Beratung, die sie benötigen“, so Teschl-Hofmeister.

Anruf ist kostenlos, aber nicht umsonst

Das Land Niederösterreich setzt seit vielen Jahren Maßnahmen zur Unterstützung von Frauen, die von Gewalt betroffen sind. „Wir haben eine breite Vernetzung verschiedenster Einrichtungen, die wir durch den ‚Runden Tisch gegen Gewalt‘ regelmäßig zum gegenseitigen Dialog einladen. Dabei werden Wissen und Erfahrungen der einzelnen Einrichtungen ausgetauscht, um Frauen und Kindern bestmöglichen Schutz und schnelle Unterstützung bieten zu können,“ so Teschl-Hofmeister.

Das Angebot in NÖ ist nahezu flächendeckend mit zehn Mädchen- und Frauenberatungsstellen und zusätzlich sieben Außenstellen, mit sechs Frauenhäusern und dem Gewaltschutzzentrum NÖ in St. Pölten, Wr. Neustadt und Zwettl. Das NÖ Frauentelefon ist ein weiteres Angebot, das auf Initiative des Landes Niederösterreich und des Hilfswerks Niederösterreich ins Leben gerufen wurde. Das Niederösterreichische Frauentelefon ist anonym, der Anruf ist kostenlos. Die Beratung von Frau zu Frau wird auch auf tschetschenisch, russisch, türkisch und serbokroatisch angeboten.

„Gewalt gegen Frauen hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Prävention, Aufklärung über Hilfsangebote und Unterstützung der Betroffenen sind die zentralen Anliegen. Das NÖ Frauentelefon ist dazu eine wichtige Einrichtung,“ so Teschl-Hofmeister.

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