Formel 1

136 Millionen Euro – Klage gegen Formel-1-Rennstall

Der Formel-1-Rennstall Williams sieht sich mit einer millionenschweren Klage konfrontiert. Ein Ex-Sponsor zerrt das Nachzüglerteam vor Gericht. 
Heute Redaktion
06.04.2023, 06:55
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2019 wurde Rokit zum Titelsponsor des Formel-1-Rennstalls. Der zunächst laufende Dreijahresvertrag wurde vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. Allerdings kam es unmittelbar nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie zur Trennung. Das Rokit-Logo zierte in der Corona-Saison 2020 nicht mehr die Boliden, weil der Sponsor wegen der verkürzten Saison nur einen prozentuellen Anteil zahlen wollte. Williams bekam später in einem Prozess Recht, erhielt 26,2 Millionen Pfund (knapp 30 Millionen Euro) zugesprochen. 

Damit will sich der Ex-Sponsor aber nicht zufrieden geben, wie "motorsport.com" nun berichtet. Denn das Telekommunikationsunternehmen hat nun eine millionenschwere Klage gegen den britischen Rennstall eingebracht. Es geht um die unglaubliche Summe von 149,5 Millionen Dollar (etwa 136 Millionen Euro). Ebenfalls angeklagt wird Ex-Teambesitzerin Claire Williams sowie der frühere Geschäftsführer Mike O´Driscoll und der Finanzchef Doug Lafferty. Seit dem Verkauf des Rennstalls sind alle drei Personen nicht mehr für Williams tätig. 

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Betrugs-Klage gegen Williams 

Rokit erklärte nun in der Klagschrift, dass Williams "Tatsachen arglistig verschwiegen" habe, der Ex-Sponsor sei "betrügerisch getäuscht" worden, schließlich hätte der Rennstall nie über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, um ein Auto zu bauen, das "die Standards erfüllt, die die Beklagten dem Kläger zugesichert haben. Und dass die Beklagten sich dieser Tatsache bewusst waren." Aufgrund des Deals habe das Telekommunikationsunternehmen einen "finanziellen Verlust, eine Schädigung des Firmenwerts und des geschäftlichen Ansehens" erlitten, heißt es in der Klage. 

Dem Bericht zufolge kenne der Formel-1-Rennstall die Klagschrift bereits. Williams weist schließlich sämtliche Anschuldigungen zurück. Das Team erklärte, dass es einen Rechtsstreit in Großbritannien gewonnen habe und dieses Urteil auch von einem US-Bundesgericht bestätigt worden sei. Die Klage bezeichnete der Rennstall als "fadenscheinig". 

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