14.100 Kameras! Öffis bauen Überwachung aus

Die Wiener Linien bauen die Videoüberwachung weiter aus.
Die Wiener Linien bauen die Videoüberwachung weiter aus.Bild: Wiener Linien
Bitte lächeln: Rund 12.500 Überwachungskameras sind derzeit in Stationen und Fahrzeugen der Wiener Linien aktiv. Bis Jahresende sollen es 14.100 sein.
Seit über zwölf Jahren – exakt seit 6. August 2005 – setzen die Wiener Linien auf Videoüberwachung. Der Testbetrieb startete in zwei Garnituren der Linie U3 sowie zwei Straßenbahnbeiwagen der Bim-Linien 6 und 18. Seither ist die Zahl der Kameras auf rund 12.500 angewachsen: 6.100 sind in den U-Bahn-Zügen und U-Bahn-Stationen im Einsatz, über 2.800 Kameras filmen in den Öffi-Bussen, rund 3.600 in den Straßenbahnen.

Wiener Linien investieren heuer 900.000 Euro

"Heuer werden 800 neue Kameras in den U-Bahn-Stationen und durch die Umrüstung in den Straßenbahnen dazukommen", sagte Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann gegenüber "Radio Wien". Die Verkehrsbetriebe investieren dafür 900.000 Euro. Dazu kommen weitere 800 Kameras, die in den neu ausgelieferten Bussen bereits fix verbaut sind. Damit wächst die Zahl der Kameras in den Fahrzeugen und Stationen auf 14.100 an.

Bis Ende des Jahres sollen auch alle 109 Wiener U-Bahn-Stationen mit Videokameras ausgestattet sein, die dauerhaft aufzeichnen. Laut wien.orf.at gebe es derzeit noch zwei Stationen mit alten Kameras, die nur Livebilder zeigen. "Für uns ist wichtig, dass künftig alle Fahrzeuge über Kameras verfügen. Die Videoüberwachung hat zwei Vorteile, einerseits die präventive Wirkung und andererseits die Hilfe bei der Aufklärung von Straftaten", so Amann.



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Videomaterial wird 48 Stunden lang gespeichert

Die Video-Daten werden laut Wiener Linien für 48 Stunden gespeichert und dann überschrieben. "Das Videomaterial wird zu Rekordern in den Fahrzeugen oder Stationen übertragen und dort auf Wechseldatenträgern gespeichert. Fragt beispielsweise die Polizei im Zuge einer Fahndung bei uns an, werden die Daten eingesehen. Gibt es keinen Grund, die Daten auszuwerten, werden die Bilder nach der 48-Stunden-Frist gelöscht", so Amann zu "Heute". Der Zugriff auf die sensiblen Daten erfolgt ausschließlich über einige gut abgeschirmte PCs, die weder ans Internet, noch ans EDV-Netz der Wiener Linien angeschlossen sind.

Apropos Polizei: Griff die Polizei 2014 noch rund 4.400 Mal auf die Videodaten der Öffi-Überwachung zu, ging diese Zahl 2017 auf etwa 3.500 Anfragen zurück. Laut wien.orf.at sieht die Polizei dafür mehrere Gründe. "Die Zahl der Anzeigen ist in Wien rückläufig, und es gibt Schwankungen in den Jahren. Außerdem wissen die Leute bereits, dass es die Kameras gibt. Sie haben also präventive Wirkung", wird Polizeisprecher Patrick Maierhofer zitiert.

(ck)

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