14 Einbrüche in Fleischereien geklärt

Auf große Schlacht- und Fleischereibetriebe hat sich eine rumänische Einbrecherbande spezialisiert, die das Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA) ausgeforscht hat. Damit wurden 14 Einbruchsdiebstähle in mehreren Bundesländern mit einer Gesamtschadenssumme von 250.000 Euro geklärt.


Drei Verdächtige forschten erst namhafte Betriebe im Internet aus, dann reisten die Verdächtigen aus Rumänien bzw. Deutschland an, um die örtlichen Gegebenheiten auszukundschaften. Das notwendige Einbruchswerkzeug wurde unmittelbar vor der Tat im Umkreis des jeweiligen Betriebs gestohlen.

Während ein Mann im Auto in einiger Entfernung wartete, drangen die beiden anderen in die Räumlichkeiten ein und rissen in den Büros die Tresore aus den Wänden, schnitten sie mit einer Trennscheibe auf und nahmen die jeweils beträchtlichen Bargeldsummen an sich.

Verdächtiger war Zulieferer

Die Wahl war offenbar deshalb auf Fleischereien gefallen, weil der in Deutschland aufhältige Verdächtige als Zulieferer solcher Betriebe um die Gegebenheiten und auch die dort vorhandenen großen Geldsummen wusste, erläuterte Josef Grasel, Chef der Ermittlungsgruppe Einbruchsdiebstahl.

Zwei in Villach festgenommene Verdächtige (40) wurden in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert, ein 20-Jähriger in seiner Heimat verhaftet. Ausgehend vom ersten Fall am 28. Mai in Ruprechtshofen im Bezirk Melk lagen in der Folge sechs Tatorte in Niederösterreich, die übrigen in Oberösterreich, der Steiermark, in Salzburg und Tirol.

In Reaktion auf die ersten Fälle wurden 29 Betriebsstandorte überwacht, was Ende Oktober im Bezirk Hollabrunn zum Erfolg führte: Die Verdächtigen wurden im Nahbereich einer Fleischerei wahrgenommen und kontrolliert.
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