14 entführte Musiker tot in Brunnen gefunden

Bild: Reuters

Insgesamt 17 Tote darunter 14 Mitglieder der Musikband "Kombo Kolombia" hat die mexikanische Polizei aus einem Brunnen im Norden des Landes geborgen. Die 18-köpfige Band war am Freitag während eines Auftritts in Hidalgo von Bewaffneten entführt worden. Vier der im Brunnen befindlichen Toten konnte die Polizei bereits am Montag identifizieren, nun steht auch die Identität der übrigen Opfer fest.

Insgesamt 17 Tote darunter 14 Mitglieder der Musikband "Kombo Kolombia" hat die mexikanische Polizei aus einem Brunnen im Norden des Landes geborgen. Die 18-köpfige Band war am Freitag während eines Auftritts in Hidalgo von Bewaffneten entführt worden. Vier der im Brunnen befindlichen Toten konnte die Polizei bereits am Montag identifizieren, nun steht auch die Identität der übrigen Opfer fest.

Einer der Musiker, dem es zu fliehen gelungen war, führte die Polizei am Sonntag zu dem Brunnen in der Stadt Mina. Nuevo Leon, in dem Mina liegt, ist einer der Bundesstaaten in Mexiko, der am schwersten von der Drogengewalt betroffen ist, durch die seit 2006 in Mexiko rund 70.000 Menschen starben. Den Behörden zufolge hatten die Entführer es gezielt auf die Musikgruppe abgesehen, es werde geprüft, ob es sich um einen Racheakt im Drogenkrieg handle, sagte ein Sprecher.

Auch Musiker werden immer wieder zum Ziel der Drogenbanden. Dabei trifft es vor allem Gruppen, die "Narcocorridos" spielen. Dies sind Lieder, in denen die Taten von Drogenbaronen verherrlicht werden. Die "Kombo Kolombia" war allerdings auf eine kolumbianische Musikart namens Vallenato spezialisiert. Die Mitglieder stammten vorwiegend aus Nuevo Leon und spielten gewöhnlich in Bars und Tanzhallen der Industriestadt Monterrey.

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