Selbstbedienungsläden sind in letzter Zeit zu einem beliebten Ziel für Kleinkriminelle geworden, "Heute" berichtete mehrfach. Zu Beginn des Wochenendes kam es in Würnsdorf (Bezirk Melk) dabei zu zwei ganz besonders fragwürdigen Straftaten. Die erste war am Freitag ein Bargeld-Diebstahl in einer Selbstvermarkterhütte.
Die Polizei konnte den jugendlichen Täter rasch ausforschen, nahm ihn sich am Samstag zur Brust. Der 14-Jährige gestand alles, gelobte Besserung und meinte es offensichtlich nicht so. Denn nur 30 Minuten nach Abschluss er Amtshandlung wurde ein versuchter Einbruchsdiebstahl in der selben Selbstvermarktungshütte telefonisch angezeigt.
Die Polizei raste hin, erwischte fünf Jugendliche in der Nähe – unter ihnen auch der bereits zuvor geständige Bursche. Im Zuge einer neuerlichen Befragung und nach Sichtung des Videomaterials zeigte sich der Beschuldigte auch zum versuchten Einbruchdiebstahl (Aufbrechen des Tresors) umfassend geständig.
Der Beschuldigte wurde zur sofortigen Vernehmung vorgeführt und im Beisein seines Vaters sowie eines Rechtsbeistandes einvernommen. Zwei weitere männliche Jugendliche wurden nach Vernehmung als Zeugen an die Erziehungsberechtigten übergeben.
Indes konnte die Melker Polizei auch vier ähnliche Diebstähle aufklären, die auf die Kappe einer 48-jährigen Einheimischen gingen. Die Mostviertlerin bediente sich auch schamlos an einem Selbstvermarktungsladen, stahl Waren und Bargeld.