Welt

14-Jähriger rutscht aus Sitz von Fahrgeschäft – tot

Tragödie im Icon-Park in Orlando: Ein Bub fällt während einer Fahrt auf dem erst im Dezember eröffneten "Free Fall Ride" aus seinem Sitz und stirbt.
20 Minuten
26.03.2022, 07:08

In einem Freizeitpark in Orlando im US-Staat Florida ist ein 14 Jahre alter Bub aus einem Freifallturm zu Tode gestürzt. Bei den Rettungsdiensten ging am späten Donnerstagabend ein Notruf aus dem Viertel "Icon Park" ein, wonach der Junge aus dem "Free Fall Ride" fiel. Er wurde in ein Spital gebracht, wo er starb, wie die Behörden mitteilten. Details über das Unglück wurden nicht bekannt.

Der Park bezeichnet seine Attraktion mit 131 Metern als den höchsten frei stehenden Freifallturm der Welt. Bei einer Fahrt werden 30 Fahrgäste in die Luft gehoben und stürzen dann mit einer Geschwindigkeit von mehr als 120 Kilometer pro Stunde in die Tiefe. Der Verkaufsdirektor der Eigentümerfirma Slingshot Group, John Stine, zeigte sich erschüttert über das Unglück. Er sprach den Angehörigen des Buben sein Mitgefühl aus. Das Fahrgeschäft und ein weiteres der Slingshot Group wurden geschlossen.

Zuvor gab es nach Angaben Stines keine Probleme mit dem Turm, der im vergangenen Dezember geöffnet wurde. Auch Mitarbeiter und Zeugen, die von der Polizei befragt wurden, berichteten nicht von ungewöhnlichen Zwischenfällen vor dem Unglück.

Aus dem Sitz gerutscht

Der Bub besuchte den Icon-Park mit der Familie eines Freundes, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler prüften nun, ob es sich um einen Unfall gehandelt habe. Bisher sehe es danach aus, sagte Sheriff John Mina. Ein Augenzeuge sagte in seinem Notruf der Rettungsleitstelle, der Bub scheine aus seinem Sitz gerutscht zu sein, als die Gondel über dem Boden abbremste.

Auf Social Media kursieren Gerüchte, dass der Junge aufgrund seiner Größe und seines Gewichts nicht genügend gesichert worden sei. Auf einem Foto auf Twitter ist offenbar zu sehen, wie die Sicherungsvorrichtung beim Buben (rechts im Bild) nicht zu passen schien.

In einem anderen Post auf Twitter schreibt User Qween, dass der zuständige Mitarbeiter zu sehr mit Reden beschäftigt gewesen sei als sich um die Sicherheit der Kundschaft zu kümmern.

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