Bluttat in Bayern

14-Jähriger tötet Bub (7) mit Messer in Klinik

Ein 14-Jähriger hat in einer psychiatrischen Einrichtung mit einem Messer zwei Personen angegriffen und schwer verletzt. Ein Siebenjähriger starb.
20 Minuten
28.10.2023, 13:21
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In einer psychiatrischen Einrichtung im deutschen Regensburg (Bayern) ist ein siebenjähriger Bub von einem 14-jährigen Messerangreifer schwer verletzt worden. Die Tat ereignete sich am Donnerstagvormittag in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Einrichtung des Bezirksklinikums Regensburg, wie die Polizei bestätigt.

Der Siebenjährige wurde am Donnerstag in kritischem Zustand in ein Spital eingeliefert. Dort erlag er am Freitagabend seinen schweren Verletzungen. Ein 63-jähriger Erwachsener war beim Messerangriff ebenfalls schwer verletzt worden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Gegen 9.30 Uhr war bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz der Notruf eingegangen: Ein 14-jähriger Patient der Einrichtung in der Vitusstraße soll zwei Personen verletzt haben, hieß es. Daraufhin sei ein Großaufgebot an Rettungskräften zu dem Objekt beordert worden. "Bereits fünf Minuten später konnte eine Streife der Regensburger Polizei einen 14-Jährigen festnehmen. Er steht im Verdacht, zunächst einen 63-Jährigen und anschließend ein siebenjähriges Kind mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt zu haben", teilte die Polizei mit.

63-Jähriger überlebte

Ein 27-jähriger Mitarbeiter der Einrichtung habe den 14-Jährigen überwältigt. Hierbei habe sich der Mann Verletzungen an der Hand zugezogen. Er sei in einem Spital behandelt worden und habe dieses bereits wieder verlassen können. Der 63-Jährige befinde sich weiterhin in ärztlicher Behandlung. Sein Gesundheitszustand könne als "stabil" bezeichnet werden.

Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben hat die Ermittlungen übernommen. Der mit 14 Jahren strafmündige Beschuldigte wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ einen Unterbringungsbefehl wegen des Tatverdachts des versuchten Mordes in zwei Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Der Tatverdächtige war laut Polizei zum Zeitpunkt der Tat mutmaßlich nicht voll schuldfähig. Im unmittelbaren Anschluss habe die Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), die Ermittlungen übernommen, "weil aufgrund der zur Person des Tatverdächtigen vorliegenden Erkenntnissen extremistische Bezüge nicht ausgeschlossen werden können".

Jugendlicher stand unter Beobachtung

Im Rahmen der ersten Ermittlungen seien verschiedene Beweismittel sichergestellt worden, darunter schriftliche Unterlagen sowie das Mobiltelefon des Jugendlichen.

Mit dem nunmehr 14-jährigen Tatverdächtigen aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab habe die Polizei sich bereits seit Jahresbeginn befasst, da er sich als damals Strafunmündiger "intensiv mit der Planung und Durchführung von schwersten Gewalttaten beschäftigt" hatte. Hierzu soll er unter anderem einschlägige Chatgruppen in Messenger-Diensten genutzt haben.

{title && {title} } 20 Minuten, {title && {title} } Akt. 28.10.2023, 13:32, 28.10.2023, 13:21