14-Jährige tötet Elch – auf Facebook bricht Hölle lo...

Abby W. (14) hatte im Glauben einen Rehbock gesehen zu haben unabsichtlich einen Elch erlegt.
Abby W. (14) hatte im Glauben einen Rehbock gesehen zu haben unabsichtlich einen Elch erlegt.Bild: Facebook
Das Mädchen aus Missouri hatte das Tier mit einem Rehbock verwechselt und abgedrückt. Dafür wird sie jetzt von hasserfüllten Usern fertig gemacht.

Vor vier Tagen wurde im US-Bundesstaat Missouri die Jagdsaison eröffnet und schon jetzt kam es zum Eklat um eine 14 Jahre alte Nachwuchsjägerin. Das Mädchen hatte anstatt eines Rehbocks einen Elch erlegt.

Abby W. (14) aus Boone County war am Wochenende gemeinsam mit ihrem Vater auf der Pirsch. Als das Mädchen von ihrem Hochstand aus ein Geweih im Unterholz erspähte, legte sie ihr Gewehr an, zielte und drückte ab. Gleich nach dem Abschuss schickte sie ihrem Vater Donald W. eine Textnachricht, sie hätte einen Rehbock erlegt. Als der Mann am Hochstand ankam, war die 14-Jährige außer sich vor Freude. Gemeinsam stapften sie in den Wald auf der Suche nach der Beute. Doch als er den vermeintlichen Rehbock entdeckte, folgte der Schock. Seine Tochter hatte stattdessen einen Elch erwischt.

Sofort informierten sie die Behörden, die den Bullen konfiszierten und DNA-Tests unterzogen. Denn eigentlich gibt es in dem Gebiet keine Elche. Die nächste bekannte Herde lebe rund 300 Kilometer entfernt. Eine Genanalyse soll nun klären, woher der verirrte Geweihträger stammt. Das Fleisch soll nach Abschluss der Untersuchung gespendet und das Geweih in Zukunft für Schulungszwecke verwendet werden.

Hass-Postings gegen Mädchen

Obwohl es seitens der 14-Jährigen ein unvorhersehbares Missgeschick war, war der Schaden war bereits angerichtet. Unter anderem über die Facebook-Seite "Missouri Deer Hunter" wurde die Geschichte öffentlich und wütende User stürzten sich auf Abby W. Das Mädchen erhielt zahlreiche Hass-Postings, wie ihr Vater gegenüber "Fox News" zu Wort gab.

"Hinter der Tastatur ist heutzutage jeder ein Held. 75 Prozent der Leute hätten den Vorfall nicht mal gemeldet und den Elch liegen gelassen. Oder sie hätten ihn mit nach Hause genommen, ohne dass die Jagdaufsicht jemals etwas davon erfahren hätte", schimpft Donald W. über die unfreundlichen Kritiker. "Als ich unsere Story auf Facebook gestellt habe, war ich als Vater stolz auf meine Tochter. Und ich wollte andere Jäger warnen, dass es im Norden Missouris jetzt auch Elche gibt".

(rcp)

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