14 Südafrika-Urlauber negativ, kein Omikron-Fall in NÖ

Symbolbild eines Coronatests
Symbolbild eines CoronatestsHendrik Schmidt / dpa / picturedesk.com
Am Flughafen finden genaue Kontrollen statt. Wr. Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger weilt zurzeit noch in Südafrika.

In Niederösterreich ist bisher kein Fall der Omikron-Coronavariante bekannt. Bisher wurden 14 Personen, die vor Inkrafttreten der Novelle der Einreiseverordnung aus Südafrika zurückgekommen sind und sich via Hotline 1450 gemeldet haben, negativ getestet, teilte NÖ Sanitätsdirektorin Irmgard Lechner am Montag auf APA-Anfrage mit. Genau kontrolliert wird am Flughafen Wien in Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha), um Reiserückkehrer aus südafrikanischen Ländern zu identifizieren.

Die Verschärfung der Einreisebestimmungen ist seit Samstag in Kraft. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini wurden als Virusvariantengebiete eingestuft. Einreisen aus diesen Ländern sind untersagt. Zusätzlich wurde ein Landeverbot für Flüge aus diesen sieben afrikanischen Ländern verhängt. Reisende, die von den Umsteigeflughäfen Addis Abeba, Amsterdam, Paris (Charles de Gaulle), Dubai, Doha, Frankfurt, Kairo, Istanbul und Zürich nach Schwechat kommen, werden überdies auch auf ihre Reisehistorie überprüft, teilte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann mit.

EU-Bürgern Einreise erlaubt

Österreichischen Staatsbürgern und EU-Bürgern ist die Einreise erlaubt. Reiserückkehrer müssen einen negativen PCR-Test vorweisen und eine zehntägige Quarantäne antreten. Freitesten ist laut Behörde ab dem fünften Tag möglich.

Personen, die vor Inkrafttreten der Novelle der Einreiseverordnung aus den betroffenen Ländern eingereist sind, wurden mit öffentlichem Aufruf aufgefordert, die Hotline der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) anzurufen. Niederösterreicher sollten sich bei 1450 melden. Sie wurden laut Landessanitätsdirektion in eine eigene Screeninggruppe eingemeldet, in einer amtlichen Teststraße wurden PCR-Tests gemacht. Die Proben werden bei der AGES sequenziert. Bisher fielen laut Behörde alle Tests von Betroffenen negativ aus.

Im Sommer gebuchte Reise angetreten

Unter jenen Niederösterreichern, die sich derzeit in Südafrika aufhalten, befindet sich auch Klaus Schneeberger, Klubobmann der VPNÖ und Bürgermeister von Wiener Neustadt. Der Antritt der im Sommer gebuchten Reise "erfolgte bereits vor dem Lockdown in Österreich und damit auch vor dem Bekanntwerden der Virusmutation in Südafrika", teilte der ÖVP NÖ-Klub auf Anfrage mit. Unmittelbar nach den Informationen über die Reisebeschränkungen am vergangenen Freitag sei gemäß den Empfehlungen die rasche Rückkehr in die Wege geleitet worden. Diese finde am 3. Dezember über Addis Abeba statt, danach folgen PCR-Testungen und Quarantäne.

In Niederösterreich sind indes am Montag weiter Corona-Häufungsfälle in Verbindung mit mehreren Unternehmen und Pflegeheimen gemeldet worden. In der Asylbetreuungsstelle Traiskirchen (Bezirk Baden) wurden nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) unverändert 28 Infizierte gemeldet. Indes wurde die Zahl der Spar-Ausgabestandorte von PCR-Gurgeltests mit Montag auf 133 aufgestockt.

Cluster in Heimen und Firmen

Um fünf auf 38 zurückgegangen ist die Zahl der positiv Getesteten bei einem Autozulieferer im Bezirk Scheibbs. Das betroffene Unternehmen ZKW hat darauf hingewiesen, dass es "nur sehr wenig zusammenhängende Fälle" im Betrieb gebe. Meist erfolge die Infektion durch Familienangehörige oder im privaten Umfeld.

Im Bezirk Amstetten wurden in einer Produktionsfirma 35 Fälle gemeldet, in einem Pflegeheim waren es 17. Im Bezirk Hollabrunn wurden unverändert 32 Infizierte in einem Wohnheim registriert. Gleichgeblieben ist auch die Zahl der positiv Getesteten in Pflegeheimen im Bezirk Lilienfeld (24) und Horn (22).

Mehr PCR-Gurgeltest-Standorte

Indes ist die Zahl der Spar-Standorte, in denen PCR-Tests im Rahmen von "NÖ gurgelt" erhältlich sind, mit Wochenbeginn deutlich erweitert worden. Insgesamt sind damit die Kits in 133 von 234 Märkten der Handelskette im Bundesland verfügbar, hieß es aus dem Büro der Gesundheitslandesrätin. Abgegeben werden können die Gurgeltests wie bisher bei jedem Spar-Standort.

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