Vor der Insel Chios in der Ägäis hat sich ein schweres Unglück ereignet. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Boot mit Migranten und einem Boot der griechischen Küstenwache sind laut Polizeiangaben 14 Menschen gestorben.
25 gerettete Migranten sowie zwei Mitglieder der Küstenwache wurden ins Spital gebracht, wie ein Vertreter der griechischen Küstenwache am späten Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Ein Patrouillenboot der Hafenpolizei war mit einem Schnellboot kollidiert.
Laut dem griechischen Fernsehsender ERT und der Nachrichtenagentur Ana sind unter den Verletzten sieben Kinder und eine schwangere Frau. Die Küstenwache habe dem Migrantenboot ein Warnsignal gegeben, berichtete ERT.
Trotzdem habe das Boot versucht, der Patrouille zu entkommen. Dabei kam es zur Kollision. Die Küstenwache und ein Helikopter der griechischen Luftwaffe suchten danach das Meer nach weiteren Menschen ab.
Viele Migranten wagen die gefährliche Überfahrt von der Türkei oder von Libyen auf die griechischen Inseln, um so in die EU zu gelangen. Beide Routen sind riskant.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat im November bekannt gegeben, dass seit Jahresbeginn mehr als 1.700 Migranten bei der Überfahrt übers Mittelmeer und den Atlantik gestorben sind oder als vermisst gelten.
Nach Angaben der internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit 2014 rund 33.000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen oder werden vermisst.