Ermittler finden Teil des Geldes: Räuber versteckten 300.000 Euro Bargeld in einem Wiener Bankschließfach. Auch dritter Verdächtiger jetzt in Haft: Halbbruder soll bei vier Überfällen dabei gewesen sein, gestand alles.
Erst eine Schießerei konnte ein gefährliches Räuberduo (24, 26) aus Linz nach vier Jahren und 14 Überfällen stoppen. Jetzt hat die Kripo ihre Ermittlungen abgeschlossen - und sie kann der Bande alles nachweisen! Wie berichtet, begann der Krimi am 16. Dezember 2005 mit einem Überfall auf das Postamt in der Paschinger Plus City. Es folgten Coups auf elf Banken (OÖ, NÖ, Steiermark) und zwei weitere Postämter. Erst beim letzten Überfall auf die Raika in Blindenmarkt (NÖ) am 4. Dezember 2009 ging die Serie zu Ende. Ein privater Security versuchte das Duo zu stoppen, es kam zu einem Feuergefecht! Deswegen muss sich der ältere Täter nicht nur für die Überfälle sondern auch wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.
Fix ist jetzt auch: Christian und Alexander L. hatten einen Komplizen. Ihr Halbbruder Heinz-Peter W. war bei den ersten vier Überfällen dabei. Er wurde allerdings 2008 in Frankfurt am Main wegen eines Rauschgiftdelikts eingesperrt, musste seine Verwandten alleine weitermachen lassen. W. belastete die Brüder, die alles bestreiten und ihre Geständnisse wiederriefen. Und: Ermittler fanden in einem Schließfach einen Teil des Geldes. Immerhin fast ein Drittel von einer Million Euro Beute!
Robert Loy