142.000 Facebook-Nutzer jagten Einbrecher-Bande

Bild: Screenshot Facebook

Der Kommissar geht um - seit Neuestem auch im Internet. Drei dreiste Einbrecher wurden vergangene Woche bei ihrem Coup in Obervogau (Stmk.) von einer Überwachungskamera gefilmt. So weit, so schlecht.

Der Kommissar geht um – seit Neuestem auch im Internet. Drei dreiste Einbrecher wurden vergangene Woche bei ihrem Coup in Obervogau (Stmk.) von einer Überwachungskamera gefilmt. So weit, so schlecht.

Was dann passierte, erstaunt: Der Junior-Chef der geschädigten Firma stellte den Videobeweis auf seine Facebook-Seite – und 142.000 User wurden zu Hilfssheriffs. Einer von ihnen lieferte nur Tage nach dem Einbruch im Installateur- Betrieb den entscheidenden Hinweis. Obwohl das Kennzeichen des Fluchtwagens nicht sichtbar war, erkannte er den alten Audi samt grünem Anhänger wieder. Der Mann informierte die Polizei.

Die Beamten fassten die Gauner dank des Tipps rasch. Während ein 49-jähriger Mann und seine beiden Söhne verhaftet wurden, bekam Martin Gluschitsch, der den Clip ins Netz stellte, seine Reifen zurück. "Freut mich, dass es erfolgreich war. Doch wegen des Datenschutzes ist man mit so einer Aktion heutzutage leider Opfer und Täter zugleich." Das Innenministerium sieht die Sache lockerer und teilte gestern – auf Facebook, eh klar – mit: "So geht Täterausforschung heute! Danke."

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