Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zeigte sich am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz äußerst besorgt, über eine mögliche Invasion Russlands in der Ukraine. Diese sei "auf Knopfdruck" möglich, so der Regierungschef. Neben der Unterstützung, die Nehammer der Ukraine zusagte, gab er auch ein Update, über die Situation von österreichischen Staatsbürgen im Land.
Aktuell gebe es eine Reisewarnung, zusätzlich habe Österreich ein Krisen-Team bestehend aus Spezialisten von der Cobra und des Jagdkommandos der Landesverteidigung nach Kiew entsandt. Das Ziel dieser Delegation sei es, Evakuierungsmaßnahmen vorzubereiten. Aktuell wisse das Bundeskanzleramt von 148 Personen in der Ukraine. Ein Teil davon wolle keine Hilfe haben. 52 Personen hätten um Unterstützung angesucht, ließ der Bundeskanzler wissen. Zu 27 Personen bestehe aktuell noch kein Kontakt, es werde versucht diesen herzustellen.
Auch in Österreich selbst wurde man aktiv. So sei ein Krisenstab, in dem einige Minister vertreten sind, eingerichtet worden. Dem gehören neben Nehammer selbst auch Vizekanzler Werner Kogler und Energieministerin Leonore Gewessler (beide Grüne), Innenminister Gerhard Karner, Außenminister Alexander Schallenberg und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (alle ÖVP) an. Nun sei es wichtig, sich laufend auszutauschen und Erkenntnisse zu teilen. Außerdem könne man so Vorbereitungsmaßnahmen abstimmen und koordinieren.