15 Buben missbraucht, acht Jahre Haft

Er soll Buben über Facebook geködert haben, soll sie mit Geld gefügig gemacht und missbraucht haben. Am Montag stand ein 31-jähriger Mühlviertler deshalb zum zweiten Mal in Linz vor Gericht, wo er sein Gesicht hinter einer Mappe versteckte. Er wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

Weißes Hemd, dunkle Hose und das Gesicht hinter einer blauen Mappe – so betrat der Angeklagte Montagfrüh den Gerichtssaal, wo der Prozess wegen gegen ihn fortgesetzt wurde.

Der Vorwurf: Über fünf Jahre lang soll sich der Hilfsarbeiter an 15 Buben zwischen elf und 16 Jahren vergangen haben, indem er die Kinder auf Facebook kontaktiert und dann mit 200 Euro gefügig gemacht haben soll. Weil sich ein Bub mit Geld nicht locken ließ, soll ihn der Mann betäubt haben.

Gutachten von Gerichtspsychiaterin

Bekannt wurden die Missbrauchsfälle, als ein Ehepaar im Sommer 2015 Anzeige erstattete, weil der Mann den elfjährigen Sohn missbraucht und ihm und seinem kleinen Bruder Pornos gezeigt haben soll. Mehrmonatige Ermittlungen führten zu weiteren Opfern – darunter auch Kids aus dem Bekanntenkreis des Mühlviertlers.

Bei der Einvernahme zeigte sich der Mann geständig, vor Gericht wirkte er beschämt.

Ein Gutachten von Psychiaterin Adelheid Kastner und auch Videos von Befragungen der Kinder wurden am Montag bei der Verhandlung gezeigt. 

Der Angeklagte wurde zu acht Jahren Haft verurteilt – rechtskräftig.
 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen