15-Jährige vergewaltigt: Verdächtiger bleibt frei

Inder soll 15-Jährige vergewaltigt haben.
Inder soll 15-Jährige vergewaltigt haben.Bild: iStock
Ein Zeitungszusteller soll ein Mädchen in Wien vergewaltigt haben. Obwohl seine DNA-Spuren am Opfer gefunden wurden, bleibt der Mann auf freiem Fuß.
Der Verdächtige (25) soll im Dezember ein Mädchen (15) nach einem Besuch am Wiener Christkindlmarkt in seinen Lieferwagen gelockt und dann vergewaltigt haben. Am Opfer wurden DNA-Spuren gefunden. Der Inder wurde ausgeforscht und festgenommen. Am ersten Prozesstag im Mai gab der Inder an, er habe das Mädchen nur nach Hause bringen wollen. Der Mann legte gegen seine Inhaftierung Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht ließ ihn nach einer Haftprüfung gehen: Anscheinend bestand keine Flucht- oder Tatbegehungsgefahr. Ein Irrtum: Der Mann setzte sich sofort in seine Heimat ab.

Vor ein paar Tagen klickten dann am Flughafen Wien die Handschellen. Der Verdächtige war aus Indien zurückgekehrt. Der mutmaßliche Vergewaltiger blieb aber nur wenige Stunden im Gefängnis. Da der Beschluss des Oberlandesgerichts immer noch aufrecht ist, musste der Inder freigelassen werden. Er sei nicht geflüchtet, sondern habe nur seine kranke Mutter besucht, beteuerte der Verdächtige.

Das Opfer leidet an Panikattacken und war bisher noch nicht zu einem Gespräch mit dem psychiatrischen Sachverständigen fähig. Wann der Vergewaltigungs-Prozess fortgesetzt wird, ist daher noch offen. Wird der Fall weiterverhandelt, drohen dem Inder bis zu 15 Jahre Haft.

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