15-jähriger Schüler wurde täglich verprügelt

Prozess am Gericht in der Josefstadt.
Prozess am Gericht in der Josefstadt.Bild: Denise Auer
Der hilflose Schüler wurde in einem Polytechnikum in der Brigittenau monatelang von drei Mitschülern gequält. Gestern stand der Rädelsführer vor Gericht.
Der groß gewachsene Hobby-Kampfsportler soll den gleichaltrigen Buben beinahe in jeder Pause geschlagen haben. Er sei der "leibeigene Boxsack" des Angeklagten gewesen, sagte das Opfer vor Gericht aus.

Lehrer unternahmen nichts



Einmal stach der Angeklagte seinem kleineren Klassenkollegen angeblich mit einer Schere in den Oberarm, der Schüler trug eine Narbe davon. Er wurde auch mit einem Zirkel verletzt. Er sei zu den Lehrern gelaufen, doch diese hätten nichts gemacht. Für die Pädagogen gab es trotz einer Untersuchung der Stadt keine Konsequenzen.

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Täter in U-Haft



Ein Lehrer habe sogar zugesehen, wie das Opfer gewürgt wurde. Erst nach einer Anzeige der Mutter bei der Polizei hörte das Martyrium auf. Der wegen Raubes vorbestrafte 15-Jährige kam in U-Haft.

Gestern wurde der Bursche rechtskräftig zu neun Monaten Haft, drei davon unbedingt, verurteilt. Seine Komplizen müssen wegen "fortgesetzter Gewaltausübung" gesondert vor Gericht. (red)

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