15 Millionen Euro für 100 Volks- und Mittelschulen

Eine Volksschule in Brunn am Gebirge (Archivfoto)
Eine Volksschule in Brunn am Gebirge (Archivfoto)Herbert P. Oczeret / picturedesk.com
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Bildungssprecherin Sibylle Hamann (Grüne) haben den Startschuss für "100 Schulen – 1.000 Chancen" gegeben.

Schulen mit "besonderen Herausforderungen" will die Bundesregierung mit dem Projekt "100 Schulen – 1.000 Chancen" unterstützen. Bei dem von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Bildungssprecherin Sibylle Hamann (Grüne) vorgestellten Projekt sollen insgesamt 15 Millionen Euro an 100 ausgewählte Volks- und Mittelschulen ausgeschüttet werden. Das Projekt fokussiere dabei auf den Pflichtschulbereich, so der Minister.

Die Auswahl der Schulen geschehe nach "einem Index des Instituts für Qualitätssicherung sowie nach Kriterien der Universität Wien", hieß es. Die entscheidenden Kriterien seien die "Alltagssprache der Schülerinnen und Schüler, der Bildungshintergrund und soziökonomische Faktoren des Elternhauses". Die "Wahl fiel auf Schulen, die bei Bildungsstandards unter und über den Erwartungen abschnitten, um aus den Erfolgsfaktoren zu lernen", so die Projektbeschreibung.

"Die zur Verfügung stehenden Mittel werden nicht mit der Gießkanne verteilt"

Die Teilnahme für die Schulen sei freiwillig, alle Bundesländer würden berücksichtigt, so Faßmann. "Das Pilotprojekt '100 Schulen – 1.000 Chancen' hat zum Ziel zu verstehen, wie Schulen mit diesen Herausforderungen umgehen und welche Ressourcen sie für ihre Arbeit brauchen." Die zur Verfügung stehenden Mittel sollen "nicht mit der Gießkanne verteilt", sondern die Maßnahmen nach Bedarf gesetzt werden. Deshalb begleite die Universität Wien das Projekt wissenschaftlich.

"Wenn es dringenden Bedarf gibt, kann sofort reagiert werden"

Zum Start soll es eine Ist-Analyse mit Problemfeldern der Schulen geben. Dabei beschreiben die Schulen ihre Herausforderungen und ihren Bedarf an Ressourcen, im Laufe des Wintersemesters würden die Konzepte dann im Bildungsministerium eingereicht und bewertet. "Wenn es dringenden Bedarf gibt, kann sofort reagiert werden", heißt es. Regulär erfolge die Ressourcenzuteilung ansonsten ab dem Sommersemester 2022. 

Als möglicher Unterstützung für die Schulen werden vom Ministerium zusätzliche Lehrkräfte, ein Projekt zur Anlegung eines Schulgartens, Fortbildungsmaßnahmen, aufsuchende Sozialarbeit, bauliche Maßnahmen, Maßnahmen für Ganztagsschulen oder der Einsatz der Schulpsychologie genannt. "Die Ressourcen und Maßnahmenpakete werden bis Ende des Sommersemester 2023 bereit gestellt", so das Ministerium. Zeigen die Maßnahmen Wirkung, können sie auf weitere Schulen ausgeweitet werden.

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