Österreich

15 Prozent mehr Einbürgerungen in NÖ

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:05

2018 erhielten 9.450 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft, um 1,9 % mehr als 2017. Am deutlichsten war der Zuwachs in NÖ: Plus 15 % auf 1.517 Einbürgerungen.

Nach dem Rekordjahr 2003 (45.112 Fälle) nahmen die Einbürgerungen kontinuierlich ab, erreichten laut Statistik Austria im Jahr 2010 den niedrigsten Wert, seit 2011 steigen die Zahlen wieder an, so auch 2018.

34,8 % aller Eingebürgerten im Vorjahr wurden bereits in Österreich geboren, 34,2 % waren unter 18 Jahre alt, 95 Personen hatten ihren Sitz im Ausland.

In vier Bundesländern wurden mehr Menschen eingebürgert als 2017: Das deutlichste Prozentplus gab es in NÖ (plus 15 % auf 1.517) vor Wien (plus 5,7 % auf 4.121).

Mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen (5.683 bzw. 60,1 Prozent) erfolgte 2018 nach Erfüllung aller Voraussetzungen aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter wurden 4.038 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert (z. B. EWR-Staatsangehörigkeit, Geburt in Österreich oder asylberechtigt), 735 Personen aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. mit einer Österreicherin, 362 Personen aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration und 307 waren außereheliche Kinder bzw. Wahlkinder bis 14 Jahre.

Weitere 1.182 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen (12,5 Prozent), darunter 1.138 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 2.264 Kinder sowie 321 Ehepartner eingebürgert.

Vor der Einbürgerung besaßen von den 1.517 Fällen in NÖ 139 Personen die Staatsbürgerschaft von Rumänien und von Bosnien und Herzegowina (ebenfalls 139). Es folgten Kosovo (129), Türkei (122), Ungarn (79), Slowakei (66), Serbien (57), Russsland (53), Deutschland (51), Kroatien (41), Armenien (37) und Iran (35). (wes)

Jetzt E-Paper lesen