150 Chinesinnen zur Prostitution gezwungen

Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat einen Menschenhändler-Ring ausgehoben, der Chinesinnen nach Österreich lockte und zur Prostitution zwang. Bei den Beschuldigten handelt es sich überwiegend um chinesische Staatsbürger sowie einige Österreicher. Sieben Beschuldigte wurden festgenommen, die WEGA führte in Wien mehrere Hausdurchsuchungen durch.

Zwei in Wien ansässige Chinesen lockten die weiblichen Opfer über Kontakte zu einer kriminellen Organisation in China nach Österreich. Mit der Aussicht auf eine Arbeit in Europa wurden die jungen Frauen geködert. Tatsächlich wurden sie in Österreich dann zur Prostitution gezwungen, zunächst in mehreren Sexstudios in Wien, anschließend in zahlreichen Laufhäusern in Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten. Laut aktuellem Ermittlungsstand wurden etwa 150 Opfer aus den Fängen der Menschenhändler befreit.

Die Masche, nach der die skrupellosen Verbrechern vorgingen, war immer die selbe. Den Frauen wurden Jobs als Masseurin oder Kindermädchen versprochen. Nach deren Einwilligung wurde ihnen gegen Bezahlung von bis zu 10.000 Euro ein Visum besorgt und sie dann in Begleitung eines Mitglieds der Organisation per Flugzeug nach Europa, in vielen Fällen direkt nach Wien-Schwechat, gebracht. 

Zur Prostitution gezwungen

Am Flughafen Wien angekommen, nahmen die Begleiter den Opfern Gepäck und Reisedokumente ab und ließen sie dort zurück. Die Frauen wurden noch auf dem Flughafen von anderen, der Organisation angehörigen Chinesen angesprochen und ihnen Hilfe angeboten. Die Opfer wurde in Wien untergebracht, wo ihnen eröffnet wurde, dass sie unter falschem Namen um Asyl anzusuchen und als Prostituierte zu arbeiten hätten. Für Übersetzerdienste beim Asylantrag wurden den Frauen weitere 1.000 Euro abgepresst.

Die zwei in Wien ansässigen Chinesen sowie die Mutter eines der beiden betreiben in Wien zahlreiche Sexstudios wo die Frauen zunächst "angelernt" und finanziell ausgebeutet wurden. Den Opfern wurde der gesamte erwirtschaftete Lohn abgenommen, sie wurden zudem unter psychischem Druck gehalten und bedroht. Anschließend wurden die eingeschüchterten Frauen in Laufhäuser in Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten gebracht, wo sie sich weiterhin für ihre Peiniger prostituieren mussten.

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